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Squeeze-Outs und Übernahmen – Ausgabe 40/26

Nachdem es bereits erste Gespräche gab, macht Schneider Electric in Sachen Shelly Group-Übernahme nun scheinbar ernst. Demnach haben die Schneider Electric-Tochter SE 2026 A SAS und der Smart-Home-Anbieter ein Investment Agreement geschlossen. Die Franzosen wollen unter anderem 70,00 € je Aktie in bar bieten und die Shelly Group wird mit 1,2 Mrd. € bewertet. Die beiden Gründungsaktionäre des Unternehmens, Co-CEO Dimitar Dimitrov (rund 29 % der Anteile) und Mitgründer Svetlin Todorov (rd. 28 %) wollen das Angebot unterstützen und ihre Beteiligungen andienen. Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen und einer Mindestannahmeschwelle von 95 % wird mit dem Vollzug im 1. Quartal 2027 gerechnet. Mit der Freigabe durch die bulgarische Finanzaufsichtsbehörde (FSC) wird Ende November/Anfang Dezember gerechnet. 

Im Zuge eines möglichen Zusammenschlusses mit der UniCredit könnte, nach Angaben von Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp, das DAX-Unternehmen HVB übernehmen. Die Übernahme der Münchener Tochtergesellschaft der Italiener liege demnach im Rahmen des Möglichen. Ein solcher Schritt könnte über einen Aktientausch abgewickelt werden, um den Anteil von UniCredit an der Commerzbank zu erhöhen. Als weitere Möglichkeiten sei eine klassische Fusion der beiden Institute oder ein neues Angebot der UniCredit an die verbleibenden Commerzbank-Aktionäre – voraussichtlich mit einer Prämie –, um die Beteiligung auf über 90 % aufzustocken. Einem Zeitungsbericht zufolge arbeitet die UniCredit zudem daran, in den kommenden Monaten die Kontrolle zu übernehmen. Sobald die nötigen Genehmigungen vorlägen, soll eine ao HV einberufen werden. 

Aufgrund der laufenden Übernahme durch Uber bleibt Delivery Hero-CEO Niklas Östberg nun doch im Amt. Im Mai wurde bekannt, dass Östberg nach 15 Jahren seinen Posten räumt, nun soll er das Unternehmen doch über den 31. März 2027 hinaus führen. Der Grund seien die veränderten Rahmenbedingungen durch die laufende Übernahme. Neben dem bisherigen Delivery-Hero-Großaktionär Prosus hat sich Medienberichten zufolge auch der Hongkonger Vermögensverwalter Aspex zur Abgabe seiner Anteile verpflichtet. Letzterer soll die treibende Kraft hinter der im Mai angekündigten Ablösung Östbergs sein. Der Investor hatte wiederholt die im Branchenvergleich geringe Ertragskraft von Delivery Hero kritisiert und einen umfassenden Umbau des Unternehmens gefordert.

Vinci scheint sich auf der Zielgeraden bei der Übernahme des IT-Dienstleisters All for One zu befinden. Bereits nach Ablauf der ersten Annahmefrist Anfang September hatte sich die Tochter Vinci Energies 83,56 % der Aktien gesichert. Zuletzt wurde nun noch gemeldet, dass Finanzvorstand Stefan Land und der stellvertretende AR-Vorsitzende Paul Neumann das Angebot angenommen haben. Bis zum 2. Oktober haben Aktionäre noch Zeit, ihre Anteile zu einem Preis von 67,50 € je Aktie anzudienen. Nach Ablauf der Übernahme soll die All for One Group delistet werden.