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TUI hebt wieder ab

Einigung mit Boeing

03. Juni 2020

Für den Ausfall von 15 der Unglücksflieger des US-Flugzeugbauers Boeing 737-Max erhält der Reisekonzern Schadenersatz. "Mit der Vereinbarung erhält TUI einen Ausgleich für den Großteil der durch das Flugverbot der 737 Max entstandenen Kosten", erklärte TUI-Chef Fritz Joussen. Über die Einzelheiten der EInigung wird zwar stillschweigen bewahrt, Insidern zufolge erhält der Reisekonzern aber rund 300 Mio. € von Boeing. Daneben soll TUI auch eine Gutschrift für künftige Flugzeugbestellungen bekommen und muss die georderten 61 737-Max Maschinen erst rund 2 Jahre später abnehmen. 

Der Konzern hatte den Schaden durch den Ausfall im Geschäftsjahr 2018/19 auf rund 293 Mio. € beziffert. Es seien andere Flugzeuge angemietet worden und höhere Spritkosten entstanden, für die meist älteren Modelle. Ursprünglich sollte TUI in 2019 8 weitere Maschinen des Unglücktyps übernehmen. 

Derzeit sind alle 737-Max Maschinen des Flugzeugbauers am Boden, nachdem 2 Flugzeugabstürze, wohl durch Steuerungsprobleme bedingt, insgesamt 346 Todesopfer gefordert hatten. Boeing arbeitet aber an einer Genehmigung der US-Flugsicherheitsbehörde für die wieder in Betrieb nahme. Die Produktion haben die Amerikaner bereits wieder aufgenommen. Als frühst möglicher Starttermin gilt derzeit der August. 

Bereits ab dem 17. Juni sollen die Flieger wieder starten ­– 2 Tage nach Aufhebung der Reisewarnungen für die meisten europäischen Länder. Vorerst sollen die Balearen, Kanaren, Griechenland, Protugal und Zypern angeflogen werden. Reisen nach Mallorca sollen ab dem 01. Juli wieder in den Flugplan aufgenommen werden. 

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