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Unicredit macht Hoffnung

Mailand – Die Zinswende lässt Unicredit-Chef Andrea Orcel trotz der anhaltenden geopolitischen Belastungen positiv auf den weiteren Jahresverlauf blicken. Die italienische Bank werde ihre Prognose noch im 3. Quartal deutlich anheben, so der Manager. Orcel hatte die Führung des Geldhauses 2021 übernommen, sich von mehreren Geschäftsteilen verabschiedet und Arbeitsplätze abgebaut. Den starken Anstieg der Leitzinsen hatte das Management ihm zufolge bei seinen bisherigen Zielen noch nicht eingepreist.

Bisher will die Bank bis zum Jahr 2024 mindestens 16 Mrd. € Kapital in Dividenden und Aktienrückkäufen stecken. Darüber hinaus hat die Bank erst vergangene Woche ihr zweites Aktienrückkaufprogramm über 1 Mrd. € gestartet, was derzeit 9,9 % des Aktienkapitals entspricht. Im Juli wurde das erste Programm über 1,6 Mrd. € abgeschlossen. Insgesamt hat die Bank dieses Jahr inklusive Dividende 3,75 Mrd. € an die Aktionäre zurückgeführt.

Derweil gab Orcel auch bekannt, das Geschäft in Deutschland auszubauen. Unicredit sei eine paneuropäische Bank, erziele aber immer noch 40 bis 45 % ihrer Erträge in Italien, so Orcel. „Mein großes Ziel ist es, unsere Ertragsquellen weiter zu diversifizieren, um eine voll entwickelte europäische Bank zu werden.“

Auch wenn die Aussichten durchaus aufhorchen lassen, bleibt das italienische Bankhaus nach wie vor „nur“ eine spekulative Wette; (B). 

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