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US-Berichtssaison nimmt Fahrt auf

Texas Instruments hat im 2. Quartal einen Umsatz von 4,58 Mrd. $ erzielt, was einem Plus von 41 % entspricht. Unter dem Strich stand ein um 40 % auf 1,93
Mrd. $ erhöhter Gewinn in der Bilanz. Trotz weiterhin hoher Nachfrage fällt der Ausblick des Chipherstellers etwas verhaltener aus. Die Erlöse werden demnach für das lfd. 3. Quartal bei 4,40–4,76 Mrd. $ erwartet.

Texas Instruments läuft und läuft und läuft; (B+).

Der Umsatz des Telekomkonzerns AT&T stieg im 2. Quartal um 7,6 % auf 44,05 Mrd. $ an. Nach Steuern verzeichnete das Unternehmen zudem einen Gewinn in Höhe von 1,87 (1,56) Mrd. $. „Wir sind mit unserer Leistung zufrieden und unsere Dynamik ist stark“, so CEO John Stankey. Vor allem in den Bereichen Mobilfunk, Glasfaser und Streamingangeboten wurde ein überproportionales Kundenwachstum verzeichnet.

Dennoch reizt AT&T derzeit nicht zum Einstieg; (B). 

Der Medizintechnikkonzern Abbott Lab hat seine Erwartungen für das lfd. Geschäftsjahr nach unten geschraubt. Der Gewinn pro Aktie aus dem fortgeführten Geschäft soll wegen erwarteter Sonderbelastungen nun nur noch maximal knapp 3 $ betragen. Bislang war der Konzern von mindestens 3,74 $ ausgegangen. Grund ist u.a. die gesunkene Nachfrage nach Coronatests.  Zwischen April und Ende Juni betrugen die Erlöse 10,2
Mrd. $, im Jahresvergleich entspricht das einem Plus von knapp 40 %.

Trotz „Post-Corona-Knick“ ist Abbott Lab nach wie vor eine spannende Investmentoption; (A–). 

Das Geschäft von Twitter hat im jüngsten Quartal wieder deutlich Fahrt aufgenommen. Die Umsatzerlöse legten im 2. Quartal um ganze 74 % auf knapp 1,2 Mrd. $ zu. Die Zahl der täglich aktiven Nutzer stieg binnen drei Monaten von 199 auf 206 Mio. Unterm Strich verdiente Twitter zudem 65,65 Mio. $ nach einem Verlust von –1,38 Mrd. $ ein Jahr zuvor. Damals sorgten vor allem Steuerrückstellungen für das Minus. Für das lfd. Quartal stellte der Konzern derweil einen Umsatz von bis zu 1,3 Mrd. $ in Aussicht.

Bei Twitter wurden bereits erste Gewinne abgesichert. Den Restbestand lässt man einfach weiterlaufen; (B+). 

Der Chipriese Intel profitiert nach wie vor von der erhöhten PC-Nachfrage in der Coronapandemie. Allein im vergangenen Quartal legten die Notebook-Absätze um ganze 40 % zu. Zugleich ging jedoch das Geschäft mit Rechenzentren im Jahresvergleich zurück. Der Konzernumsatz blieb demnach mit 19,6 Mrd. $ nahezu auf Vorjahresniveau. Nach Steuern ging der Gewinn ebenfalls leicht um 0,8 % auf 5,06 Mrd. $ zurück.

Intel wird derzeit etwas abgestraft. Davon sollte man sich jedoch nicht vorschnell abschrecken lassen; (B+). 

Die allgemein fortschreitende wirtschaftliche Erholung sorgte beim Kreditkartenkonzern American Express zu deutlich mehr Gewinn. Die konzernweiten Erlöse kletterten dabei um 33 % auf 10,2 Mrd. $. Im 2. Quartal verdiente das Unternehmen unterm Strich 2,3 Mrd. $. Vor einem Jahr hatten hohe Belastungen durch die Pandemie das Ergebnis auf 257 Mio. $ einbrechen lassen. American Express hatte damals viel Geld für drohende Kreditausfälle zurückgestellt. Im Juni übertrafen die Ausgaben der Kreditkartenkunden laut Vorstandschef Stephen Squeri schon wieder das Niveau von vor der Coronakrise.

American Express ist zurück auf der Erfolgsspur. Den Wert gibt entsprechend keinesfalls aus der Hand; (B+).

Erstmals in seiner Geschichte hat Tesla in einem Quartal mehr als 1 Mrd. $ verdient. Die Erlöse wuchsen in den 3 Monaten bis Ende Juni um 98 % auf 12 Mrd. $. Der Überschuss wurde mit 1,14 Mrd. $ zudem verzehnfacht! Tesla betonte zudem, beim Bau des ersten Werks in Europa in Grünheide bei Berlin im Plan zu liegen. In diesem Jahr sollen dort demnach die ersten E-Autos vom Band laufen. Einen Rückschlag gab es indes bei Teslas Semi-Truck. Die ersten Auslieferungen des E-Sattelschleppers verschob das Unternehmen ins Jahr 2022.

Der E-Autopionier Tesla gehört mittlerweile zu den Erfolgsstorys. Das zeigt auch der hochgelaufene Kurs von.

Der Streaminggigant Netflix hat mit seinen Serien und Filmen im 2. Quartal so wenige neue Nutzer anlocken können wie noch nie zuvor in einem Vierteljahr. In den 3 Monaten bis Ende Juni nahm die weltweite Anzahl der Abonnenten lediglich um 1,5 Mio. auf insgesamt gut 209 Mio. zu. Auch die Prognose für das lfd. Quartal fiel mit 3,5 Mio. neuen Kunden relativ mager aus. Der Streaming-Marktführer steht angesichts verschärfter Konkurrenz unter Druck und will nun in neue Märkte expandieren. Dass die Menschen nach der Pandemie die Lust am Streaming verlieren, glaubt Netflix-Chef Reed Hastings jedoch nicht. „Die Wachstumsstory bleibt intakt, zumindest für die nächsten Jahre“, so der Manager. Doch die Pandemie habe zu einer ungewöhnlichen Verzerrung der Zahlen geführt. Bilanziell konnte das Unternehmen dennoch durchaus überzeugen: Die Erlöse wuchsen um 19 % auf 7,3 Mrd. $. Der Nettogewinn stieg um fast 90 % auf 1,4 Mrd. $. Neben dem Hauptgeschäft mit Streaming stellt Netflix zusehends die Weichen, um in neue Märkte vorzudringen. Erst im Juni eröffnete der Pionier einen Online-Shop für Fanartikel. Zudem plant Netflix, in den lukrativen Gaming-Markt einzusteigen.

Trotz etwas abflachendem Wachstum ist Netflix aus der Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken. Das zeigt sich auch am hochgelaufenen Kurs.

Nach einem erfreulich verlaufenen 2. Quartal gibt sich Johnson & Johnson auch für das verbleibende Jahr mehr als optimistisch. Der Konzern rechnet demnach nun mit einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 9,60–9,70 $. Im April hatte er noch 9,42–9,57 $ prognostiziert. Der Umsatz soll 93,8–94,6 Mrd. $ erreichen. Die bisherige Prognose belief sich auf 90,6–91,6 Mrd. $. Im jüngst abgelaufenen Quartal erzielte das Unternehmen u.a. dank seines Coronaimpfstoffes einen um 27,1 % auf 23,31 Mrd. $ erhöhten Umsatz. Die Profitabilität zog noch schneller an. Unter dem Strich nahm J&J ein Ergebnis von 6,28 Mrd. $ und damit ganze 73,1 % mehr ein.

J&J bleibt nach wie vor auf der Watchlist; (B+). 

Nach schweren Krisenjahren hat Harley-Davidson zurück in die Spur gefunden und schreibt wieder schwarze Zahlen. Im 2. Quartal steigerte das Unternehmen den Umsatz um ganze 77 % auf 1,5 Mrd. $. Unterm Strich machte Harley-Davidson einen Gewinn von 206 Mio. $. Vor einem Jahr hatte der Hersteller noch einen Verlust von –92 Mio. $ verbucht. „Ich bin zufrieden mit dem Tempo der Fortschritte“, so Harley-Chef Jochen Zeitz. Für das lfd. Jahr wird ein Umsatzplus von 30–35 % in Aussicht gestellt.

Harley-Davidson gibt kursseitig mächtig Gas. Allerdings bleibt der Wert zunächst etwas für risikofreudige Anleger; (B+). 

Der Getränkekonzern Coca-Cola hat im 2. Quartal dank der fortschreitenden Erholung von der Coronakrise kräftige Zuwächse verbucht. Der Umsatz verbesserte sich um 42 % auf 10,1 Mrd. $. Der Gewinn nach Steuern legte um 48 % auf 2,6 Mrd. $ zu. Nachdem die Pandemie die Bilanz vor einem Jahr schwer belastet hatte, profitierte Coca-Cola nun davon, dass in Restaurants, Stadien oder Kinos wieder mehr Betrieb einkehrte. Auf bereinigter Basis wird demnach nun für 2021 ein Umsatzplus von 12–14 % anvisiert.

MD-Wert Coca-Cola hat sein Kurs-potenzial bei Weitem nicht ausgeschöpft. Daher behält man den Getränkeriesen auch weiter im Depot; (A–).

Aufgrund eines wesentlich besseren Halbjahres gibt sich der US-Telekomkonzern Verizon optimistischer für das Gesamtjahr. Für 2021 werde nun ein Plus bei den Serviceumsätzen von 3,5–4 % erwartet. Bislang rechnete der Vorstand mit einem Wachstum von mindestens 3 %. Auch das Ergebnis je Aktie soll nun bei 5,25–5,35 $ anstatt wie bisher prognostiziert zwischen 5,00–5,15 $ liegen. Im 2. Quartal erzielte der Konzern Erlöse von 33,8 Mrd. $ und damit knapp 11 % mehr als im Vorjahr. Nach Steuern stand zudem ein Gewinn von 5,95 (4,84) Mrd. $ in der Bilanz.

Verizon ist durchaus einen genaueren Blick wert; (A–). 

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