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VW auf der Überholspur

Nach dem Rekordgewinn im 1. Halbjahr schaltet der Autokonzern auch bei der Jahresprognose noch einmal hoch.

 

VW hatte bereits bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen für die ersten 6 Monate einen Betriebsgewinn von rd. 11 Mrd. € gemeldet (vgl. ES 28/21). Nach den endgültigen Zahlen liegt das Ergebnis nun bei 11,4 Mrd. € und damit über dem bisherigen Rekord des Vorkrisenjahres 2019 von knapp 10 Mrd. € (2020: –800 Mio. €). Nach dem erfolgreichen 1. Semester gibt VW auch bei der Prognose mehr Gas und peilt eine operative Marge von 6 bis 7,5 % an und damit je einen halben Prozentpunkt höher als bisher kalkuliert. Die Erwartungen für die Auslieferungen musste das Management allerdings aufgrund des Halbleitermangels bremsen. Es wird aber nach wie vor von einem „spürbaren“ Anstieg ausgegangen. Alleine von Januar bis Ende Juni wurden knapp 5 Mio. Fahrzeuge ausgeliefert, dies enspricht einer Steigerung um rd. 28 %.

Derweil ist VW beim Wandel zu einem Mobilitätskonzern einen Schritt vorangekommen. Mit einem Konsortium unter Federführung des DAX-Konzerns wird der europäische Autovermieter Europcar übernommen. Je Europcar-Aktie wird den Anteilseignern 0,50 € geboten. Die Hedgefonds, die zusammen 68 % der Europcar-Titel halten, haben schon zugesichert das Angebot anzunehmen.

Die VW-Call-OS von Morgan Stanley und Vontobel haben zuletzt mit der allgemeinen Börsenentwicklung noch einmal zurückgesetzt, dürften aber allmählich wieder auf die Beschleunigungsspur wechseln; (B+).

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