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2G Energy mit Auftragsflut

Der Hersteller von gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen kann sich vor Aufträgen kaum retten. Allein im 3. Quartal schnellte der Auftragseingang um fast 70 % auf 44 Mio. € in die Höhe. Dabei entwickelte sich speziell das Auslandsgeschäft, auf das 2G Energy zuletzt den Fokus gelegt hat, gut. Es trug rund 46 % zum Orderplus bei. Mit 162 Mio. € wurde beim Auftragseingang insgesamt ein neuer Rekordwert erzielt.

Angesichts des stürmischen Auftragswachstums plant 2G Energy, die Fertigungskapazitäten zu erweitern. Die damit einhergehende vorübergehende Margenbe­las­tung wird bewusst in Kauf ge­nommen. Entsprechend wird die für 2021 prognostizierte operative Marge kassiert. Statt des bislang avisierten Zielkorridors von 6 bis 7,5 % werden nur noch 6 bis 6,75 % anvisiert. Zudem hängt die Entwicklung stark davon ab, wie viele Anlagen bis zum Jahresende durch Kundenabnahme formal als Umsatz gebucht werden können. Hier machen auch den Münsterländern zunehmend Materialengpässe zu schaffen. Letztlich geht das Unternehmen aber davon aus, den Umsatz in der avisierten Spanne von 250 bis 260 Mio. € realisieren zu können.

Die vollen Orderbücher dürften bei 2G Energy weiterhin für Power sorgen, dennoch können auch Teilgewinnmitnahmen in der akt. Börsensituation nicht schaden; (B+).

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