Die Aussichten des deutschen Sportartikelherstellers Adidas für das laufende Geschäftsjahr kamen am Aktienmarkt nicht gut an. Grundsätzlich sind die Investoren pessimistischer geworden, was die Wachstumsaussichten von Sportbekleidungsmarken angeht. Unternehmen wie Adidas sind stark von Produktionsstandorten in Südostasien abhängig und mit hohen US-Zöllen auf Importe aus Vietnam und anderen Ländern konfrontiert. Der Konflikt im Nahen Osten hat die Besorgnis noch verstärkt. Im vergangenen Geschäftsjahr kletterte der Umsatz des DAX-Konzerns um 4,8 % auf das neue Rekordniveau von 24,81 Mrd. €. Das Betriebsergebnis konnte sogar um 53,8 % auf 2,06 Mrd. € ausgebaut werden. Unter dem Strich stieg der Gewinn im fortgeführten Geschäft um 67,2 % auf 1,38 Mrd. €. Die Aktionäre sollen mit einer Dividendenerhöhung auf 2,80 (2,00) € an der guten Geschäftsentwicklung beteiligt werden (HV: 7. Mai).
Für 2026 plant das Management um Björn Gulden, der seinen CEO-Vertrag bis 2030 verlängert hat, einen währungsbereinigten Umsatzanstieg „im hohen einstelligen“ Prozentbereich. Trotz der erwarteten Belastungen durch Zölle will Adidas auch im lfd. Jahr seine Profitabilität weiter ausbauen und peilt einen Betriebsgewinn von rund 2,30 Mrd. € an.
Adidas bietet aktuell eine sportliche Kaufoption; (A–).