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Der Vertrag der Hersteller BioNTech und Pfizer mit der Europäischen Union über eine Nachbestellung von bis zu 300 Mio. Dosen Corona-Impfstoff ist endgültig unter Dach und Fach. Die beiden Unternehmen meldeten den Abschluss am Mittwoch. Die EU-Kommission hatte die Vereinbarung bereits im Januar bekannt gemacht. 
Demnach sollen voraussichtlich in diesem Jahr weitere 200 Mio. Dosen Impfstoff an die EU gehen, davon wiederum 75 Mio. im 2. Quartal. Darüber hinaus besteht eine Option auf weitere 100 Mio. Dosen. Die Nachbestellung ergänzt den im vergangenen Jahr geschlossenen Vertrag über die Lieferung von 300 Mio. Dosen. Die mögliche Gesamtmenge steigt damit auf 600 Mio. Dosen.

Die EU-Verträge mit den Herstellern von Coronaimpfstoffen haben insgesamt ein Volumen von 33 Mrd. €. Die Zahl nannte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Brüssel. Darin enthalten sind nach ihren Angaben etwa 3 Mrd. € Vorauszahlungen zum Ausbau der Produktion sowie rund eine Milliarde an Forschungsgeldern. Der Rest ist das Volumen der eigentlichen Impfdosen, die von den EU-Staaten angekauft werden. Kritiker hatten der Kommission immer wieder vorgehalten, zu wenig in die Impfstoffversorgung investiert zu haben.

In Niedersachsen ist bisher nur ein Bruchteil der gelieferten Corona-Impfdosen des Herstellers Astrazeneca eingesetzt worden. Bisher erhielt das Land 72.000 Dosen, davon wurden bis einschließlich Dienstag aber erst 8806 verwendet, wie das Gesundheitsministerium in Hannover am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. In anderen Bundesländern sieht es ähnlich aus: Lediglich Nordrhein-Westfalen (34.124) und Bayern (12.092) setzten bisher mehr Impfdosen von Astrazeneca ein. 
Geimpft werden mit dem Impfstoff von Astrazeneca die Impfberechtigten, die der höchsten Priorität angehören und die jünger sind als 65 Jahre - dazu zählt laut Gesundheitsministerium das Personal in der ambulanten Pflege und in den besonders gefährdeten Bereichen der Krankenhäuser. Die Impfzentren kontaktierten die entsprechenden Einrichtungen direkt. Zur Frage, ob die Impfwilligen bei Astrazeneca zurückhaltender seien als bei den Vakzinen von BioNTech und Moderna, hieß es, dazu lägen keine Daten vor.