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Aktuelles aus der US-Bankenbranche

U.a. der Boom um die SPAC genannten Börsenmäntel verhalf JP Morgan Chase zum besten 1. Quartal überhaupt mit einem Nettogewinn von 14,3 Mrd. $. Das ist fast fünfmal mehr als ein Jahr zuvor. Die Gebühren aus dem Investmentbanking stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal zudem um 57 %. Vor allem der Wertpapierhandel, der im vergangenen Jahr als der zentrale Gewinntreiber galt, ist nochmals um
25 % angewachsen.

JP Morgan gibt man keinesfalls aus der Hand; (B+). 

Goldman Sachs profitierte im 1. Quartal ebenfalls vom neuerlichen Aktientrend in der Coronapandemie. Der Nettogewinn hat sich fast verfünffacht auf 6,8 Mrd. $. Die Handelsumsätze legten um 47 % auf 7,6 Mrd. $ zu. „Wir sind weiterhin sehr gut positioniert, um unseren Kunden bei der Neupositionierung für die Erholung zu helfen“, so Goldman-CEO David Solomon.

Goldman Sachs überzeugt; (B+).

Die US-Großbank Wells Fargo hat ihren Gewinn zu Jahresbeginn trotz anhaltender Belastungen durch niedrige Zinsen vervielfacht. Unterm Strich verdiente die Großbank in den drei Monaten bis Ende März 4,7 Mrd. $. Damit legte das Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 600 % zu. Das Tagesgeschäft von Wells Fargo lief indes weiter verhalten. Die gesamten Erträge stiegen im Jahresvergleich lediglich um 2 % auf 18,1 Mrd. $. Niedrige Zinsen und eine geringe Kreditnachfrage hätten im 1. Quartal weiter für Gegenwind gesorgt, so Wells Fargos Vorstandschef Charlie Scharf.

Dennoch bleiben bei Wells Fargo die Belastungen der Vergangenheit nicht außer Acht; (B). 

Der boomende Handel mit Wertpapieren sowie starke Zuwächse in der Vermögensverwaltung und im Investmentbanking haben dem US-Geldhaus Morgan Stanley zu Jahresbeginn Bestwerte bei Gewinn und Erträgen beschert. In den drei Monaten bis Ende März stieg der Überschuss im Jahresvergleich um ganze 150 % auf 4,0 Mrd. $. Die gesamten Einnahmen wuchsen um 61 % auf 15,7 Mrd. $. Vorstandschef James Gorman zeigte sich zufrieden und gab einen optimistischen Ausblick ab: „Das Unternehmen ist sehr gut aufgestellt für Wachstum in den kommenden Jahren“.

Morgan Stanley bleibt eine mehr als gute Halteposition; (B+).

Der „Run“ auf die Börsen hat der Bank of America einen starken Start ins Jahr beschert. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre ein Gewinn von knapp 7,6 Mrd. $ und damit mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Im 1. Quartal sorgten sprudelnde Einnahmen im Investmentbanking und im Wertpapierhandel dafür, dass die Bank ihre Erträge trotz eines Einbruchs beim Zinsüberschuss insgesamt leicht um 0,2 % auf 22,8 Mrd. $ steigern konnte.

Die Bank of America läuft und läuft und...; (B+). 

Der Finanzriese Citigroup hat zu Jahresbeginn dank eines boomenden Wertpapierhandels und Investmentbankings sowie stark gesunkener Kreditrisiken deutlich mehr verdient. Im
1. Quartal steigerte die Bank den Gewinn nach Steuern um mehr als das Dreifache auf 7,9
Mrd. $. Allerdings profitierte das Geldhaus vor allem von Bilanzeffekten, da milliardenschwere Rückstellungen für faule Kredite aufgelöst wurden, die in der Coronakrise gebildet worden waren. Die konzernweiten Erträge gingen dennoch um 7 % auf 19,3 Mrd. $ zurück. Das lag vor allem am anhaltend schwierigen Privatkundengeschäft vor dem Hintergund der niedrigen Zinsen.

Die Citigroup bleibt im Depot; (B+). 

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