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Alibaba startet Verkäufe

Hongkong/New York – Der Regulierungsdruck auf chinesische Unternehmen hat in den vergangenen Monaten immer weiter zugenommen. Die Staatsführung im Reich der Mitte nimmt dabei sogar Einfluss auf die Unternehmensstruktur – so auch beim Onlinegiganten Alibaba. Bereits im März wurde der Konzern dazu aufgefordert einen Teil seiner Medienbeteiligungen zu verkaufen. Laut Berichten plant Alibaba nun, dem Wunsch der Regierung nachzukommen. Auf dem Prüfstand steht demnach u.a. eine Minderheitsbeteiligung in Höhe von 5 % an Mango Excellent Media, einer Tochter der staatlichen Mediengesellschaft Hunan TV. Bei Mango handelt es sich um einen Video-Streaming-Dienst und die größte Medienbeteiligung Alibabas. Erst vor einem Jahr wurden die Anteile an Mango für 959 Mio. $ gekauft. Der aktuelle Wert des börsennotierten Anteils beträgt jedoch nur gut 600 Mio. $. Doch die Verluste dürfte das Unternehmen tatsächlich hinnehmen, sollten dadurch weitere Einschränkungen und Kontrollen vermieden werden.

Für Investoren ist die aktuelle Lage in China mehr als abschreckend. Denn die Regulierungs-Willkür macht einen langfristigen Blick beinahe unmöglich, selbst bei Tech-Giganten wie Alibaba; (B–). 

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