New York – Der US-Kreditkartenanbieter muss eine Geldstrafe in Höhe von 350 Mio. $ an das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) des US-Finanzministeriums zahlen. Das Finanzunternehmen hat nach Überzeugung der Behörde gegen bundesstaatliche Vorschriften zur Bankgeheimniswahrung und Geldwäschebekämpfung verstoßen. Die Behörde teilte mit, dass American Express zwischen Juni 2014 und Mai 2025 mutmaßlich geldwäscherelevante Handelsaktivitäten im Wert von 13 Mrd. $ abgewickelt haben. Zu den Mängeln zählten laut OCC "unzureichende Ressourcen, einschließlich Mitarbeitenden ohne ausreichende Fachkenntnisse, systemische interne Kontrolllücken, schwache unabhängige Prüfungen" und weitere Defizite.
Die Bank habe es versäumt, "erhebliche verdächtige Aktivitäten rechtzeitig zu erkennen und zu melden sowie wichtige Informationen an die Strafverfolgungsbehörden weiterzugeben", sagte Jonathan Gould, Comptroller of the Currency. Das OCC erließ zudem eine Unterlassungsanordnung, die die Bank verpflichtet, ihre nicht konformen Praktiken einzustellen. Der Gouverneursrat der US-Notenbank erließ zeitgleich eine eigene Unterlassungsanordnung, um "das Versäumnis des Unternehmens zu adressieren, bestimmte verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit Geldwäsche ausreichend zu erkennen und zu melden". Die Bank ist verpflichtet, der Federal Reserve Bank innerhalb von 90 Tagen einen schriftlichen Plan zu ihren geplanten Änderungen vorzulegen.
American Express erklärte, dass es für die Strafe bereits in früheren Perioden Rückstellungen gebildet habe und dass die Strafe nun weder die Prognose für das Gesamtjahr 2026 beeinflussen noch voraussichtlich die Prognose für 2027 betreffen werde. Entsprechend sollte man hier nicht in Panik verfallen; (B+).