Das Auftragspolster der deutschen Industrie hat im November zum vierten Mal in Folge zugelegt. Der Bestand an offenen Bestellungen stieg gegenüber dem Vormonat um 1,8 %, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Bereits von August bis Oktober waren Zuwächse verzeichnet worden. Besonders kräftig fiel der Anstieg im Inlandsgeschäft (+3,6 %) aus, während die Auslandsaufträge um 0,9 % zulegten. Gegenüber dem Vorjahresmonat liegt der Auftragsbestand inzwischen 5,9 % höher.
„Eine dynamische Entwicklung ist zwar noch nicht erkennbar, doch die Pipeline füllt sich zunehmend“, kommentiert Alexander Krüger, Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank. Die Kapazitätsauslastung dürfte damit ihren Tiefpunkt erreicht haben. Zusätzliche Impulse erwartet Krüger vom angekündigten Fiskalpaket, auch wenn sich die Aufträge angesichts der Standortbedingungen nur langsam in Produktion umsetzen dürften.
Getragen wurde der Zuwachs vor allem vom Sonstigen Fahrzeugbau (+3,1 %), zu dem unter anderem Flugzeuge, Schiffe, Züge sowie Militärfahrzeuge zählen. Positive Beiträge kamen zudem aus der Autoindustrie (+3,0 %) und dem Maschinenbau (+1,1 %).
Die Reichweite des Auftragsbestands erhöhte sich im November auf 8,0 Monate. Bei Herstellern von Investitionsgütern wie Maschinen und Fahrzeugen stieg sie leicht auf 11,0 Monate, während sie bei Vorleistungsgütern unverändert bei 4,3 Monaten lag. Im Konsumgüterbereich nahm die Reichweite auf 3,8 Monate zu.