Im milliardenschweren Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Roundup rückt Bayer einen wichtigen Schritt näher an eine mögliche Lösung. Nachdem die ursprünglich für den 19. August angesetzte Anhörung verschoben worden war, steht nun der neue Termin fest: Am 14. September soll ein Gericht im US-Bundesstaat Missouri über die endgültige Genehmigung des Sammelvergleichs entscheiden. Die Verschiebung verschafft den Parteien zusätzliche Zeit, noch offene Opt-out-Anträge sowie deren Gültigkeit zu prüfen.
Der Vergleich mit den großen Klägerkanzleien sieht Zahlungen von 7,25 Mrd. US-$ vor und war bereits im Februar vorläufig gebilligt worden. Mit einer endgültigen Genehmigung könnte Bayer einen weiteren bedeutenden Schritt zur Eindämmung der Rechtsrisiken rund um Roundup machen. Zwar wären damit nicht sämtliche Glyphosat-Verfahren beendet, ein erheblicher Teil der noch offenen US-Klagen würde jedoch dauerhaft beigelegt.
Für Bayer bleibt die Entwicklung im Roundup-Komplex einer der wichtigsten Kurstreiber. Eine endgültige gerichtliche Zustimmung würde die Planungssicherheit weiter erhöhen und den Konzern bei der Konzentration auf das operative Geschäft entlasten; (B+).