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Bayer drückt aufs Tempo

In den kommenden Jahren will der Pharma- und Agrarchemiekonzern ein dynamisches Wachstum bei höherer Rentabilität liefern. Alle drei Sparten sollen zu dem Erfolg beitragen.

 

„Wir beschleunigen jetzt die Transformation, die wir vor zwei Jahren begonnen haben“, erklärte Bayer-Chef Werner Baumann anlässlich des Investorentages. Vor allem mit der Entwicklung des Agrargeschäfts in Nordamerika, von dem der Konzern durch Monsanto stärker abhängt, kann das Management nicht zufrieden sein. Inzwischen setzt der Konzern auf eine Verstärkung seines Produktangebots. Abgesehen von einem weiteren Ausbau im Bereich digitale Landwirtschaft stehen in 2021 noch zahlreiche neue Produkte an, „darunter mehrere hundert neue Sorten von Mais, Soja und Gemüse“. Hingegen hängt ein wichtiger Teil des Glyphosat-Vergleichs noch in der Schwebe. Eine ursprünglich für Ende März angesetzte Anhörung vor dem zuständigen US-Bundesrichter wurde auf den 12. Mai verschoben.

Im Pharmageschäft drücken zunächst Pa-tentabläufe auf die Rendite. Allerdings befinden sich auch noch interessante Blockbuster-Medikamente in der Bayer-Pipeline. Sodann gelang dem einstigen Sorgenkind Consumer Health (Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten) die Trendwende. Um auch diesen Bereich weiter voranzutreiben, sind hier Zukäufe vorgesehen.

Bis 2024 strebt das DAX-Unternehmen konzernweit somit einen Umsatz in der Range von 43 bis 45 (2020: 41,4) Mrd. € an. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll bis dahin auf 7,00 bis 7,50 (6,39) € anziehen.

Zwar hängen die Glyphosat-Klagen nach wie vor wie ein Damoklesschwert über Bayer, wer sich traut, steigt trotzdem jetzt schon spekulativ ein; (A–).

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