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Berichtssaison in den USA gestartet

Bitcoin mit fulminantem Börsendebüt

Der dt. Leitindex behauptete sich zuletzt weiterhin auf seinem hohen Niveau bei über 15.200 Punkten. Trotz der beginnenden Berichtssaison in den USA sind die Vorgaben von der Wall Street verhalten. Nachdem die Technologiebörse Nasdaq zeitweise auf ein neues Rekordhoch bei 14.033 Punkte geklettert war, gab sie ihre Gewinne größtenteils wieder ab und schloss bei 13.857 Zählern. Auch der S&P 500 übersprang im Handelsverlauf seinen bisherigen Höchststand und beendete den Handelstag 0,4 % leichter. Der Dow Jones nahm die Marke von 34.000 Zählern ins Visier, musste jedoch letztlich bei 33.730 Punkten schließen. Angesichts des Börsengangs der Kryptowährung Coinbase rückten die positiven Berichte der US-Großbanken, wie JP Morgan oder Goldman Sachs in den Hintergrund. Der Börsengang per Direktplatzierung war der größte seit dem IPO des Fahrdienstanbieters Uber 2019. Der erste Kurs lag 50 % über dem Ausgabenpreis von 250 $. Damit erzielte Bitcoin eine erste Bewertung von 100 Mrd. $. 

Traditionell eröffneten die Großbanken die Berichtssaison in den USA. So konnte JP Morgan Chase im ersten Quartal einen Gewinnsprung verzeichnen. Die Bank erwirtschaftete mit 14,3 Mrd. $ rund fünfmal so viel wie im Vorjahr. Grund für die Entwicklung war vor allem die Tatsache, dass JP Morgan Rückstellungen für gefährdete Kredite auflösen konnte. Zuletzt kam es bei den Aktien zu Gewinnmitnahmen.

Die Investmentbank Goldman Sachs konnte ihre Anleger ebenfalls überzeugen. Dank deutlich besserer Geschäfte im Wertpapierhandel und am Kapitalmarkt verzeichnete der Konzern den höchsten Quartalsgewinn der Geschichte. Nach dem 1. Quartal stand ein Überschuss von 6,7 Mrd. $ in der Bilanz. Aufgrund hoher Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle war das Ergebnis im Vorjahr mit 1,1 Mrd. $ deutlich schwächer ausgefallen. 

Auch die Großbank Wells Fargo konnte ihren Gewinn in den ersten drei Monaten vervielfachen. Da milliardenschwere Rückstellungen, welche in der Krise gebildet wurden, verringert werden konnten, legte der Gewinn auf 4,7 Mrd. $ zu. Niedrige Zinsen belasteten hingegen das Tagesgeschäft der Bank.

Ein deutliches Kursplus verzeichneten die Aktien der Immobilienkonzerne Dt. Wohnen und Vonovia. Das Bundesverfassungsgericht hat den Berliner Mietendeckel für nichtig erklärt, womit dieser gegen das Grundgesetz verstößt. 

Nach positiven ersten Zahlen zum Q1 legten die Titel des DAX-Konzerns SAP zeitweise kräftig zu. Nach einem positiven Jahresauftakt blickt der Vorstand zudem optimitisch auf das Jahr und erwartet währungsbereinigte Cloud- und Softwareerlöse zwischen 23,4 und 23,8 Mrd. €. 

Der Spezialchemiekonzern Covestro musste seine zeitweise verzeichneten Gewinne wieder abgeben. Der Konzern profitierte zwischenzeitig von einem guten Ausblick und einer Kaufempfehlung. Nachdem die Coronapandemie den Leverkusener Konzern 2020 schwer getroffen hatte, rechnet der Vorstand für 2021 mit einem Betriebsergebnis zwischen 2,2 und 2,7 Mrd. €. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sank der Umsatz um 13,7 % auf 10,7 Mrd. €. Und auch das Ebitda fiel mit 1,47 Mrd. € insgesamt 8,2 % schwächer aus. 

 Nach einem Rekordauftragseingang im Vorjahr, bedingt durch die hohe Nachfrage nach Beatmungsgeräten zu Beginn der Pandemie, musste der Medizintechnikkozern Drägerwerk im Q1 2021 einen Rückgang beim Auftragseingang von 44,9 % hinnehmen. Dennoch verbesserte sich der Umsatz ersten Berechnungen zufolge währungsbereinigt um 28,2 % auf 729,1 Mio. €. Mit einem Ebit von 129 Mio. € schaffte der Konzern zudem den Turnaround. Im Vergleichszeitraum hatte noch ein Verlust von –0,6 Mio. € in den Bücher gestanden.

Der Immobilienkonzern Aroundtown will den in London gelisteten Konkurrenten Globalworth übernehmen. Gemeinsam mit der CPI Property Group hält Aroundtown bereits 51 % der Anteile. Mittels eines Gemeinschaftsunternehmens sollen nun auch die restlichen Anteile übernommen werden. Hierfür werden den Globalworth.Aktionären 7,00 € je Aktie geboten. 

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