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Bleibt der DAX über 16.000 Punkten?

Niedrige US-Verbraucherpreise hatten gestern die Erholung am deutschen Aktienmarkt befeuert. Die Inflation in den Vereinigten Staaten hatte sich im Juni unerwartet stark abgeschwächt. Der DAX sprang zurück über die Marke von 16.000 Punkten. Damit hat sich auch die charttechnische Ausgangslage für den dt. Leitindex aufgehellt. Allerdings hat der DAX seit dem Mehrmonatstief, das er am vergangenen Freitag bei 15.456 Punkten erreichte, nun schon fast vier Prozent an Boden gut gemacht. Das könnte dazu führen, dass einige Anleger über Gewinnmitnahmen nachdenken. Auch in den USA hatte die Inflationsabkühlung die Stimmung verbessert und für höhere Kurse gesorgt: Der Dow Jones 0,3 % höher auf 34.347 Punkten. Die Technologiebörse Nasdaq rückte 1,2 % auf 13.918 Zähler vor. Der S&P 500 legte 0,7 % auf 4.472 Stellen zu. 

Nach den Spezialchemieunternehmen Lanxess, Evonik und Clariant muss nun auch der Branchenprimus BASF Abstriche bei seinen Jahreszielen machen. Für 2023 rechnet der weltgrößte Chemiekonzern nur noch mit einem Umsatz zwischen 73 und 76 Mrd. € sowie einem bereinigten Ebit zwischen 4,0 und 4,4 Mrd. €. Bislang hatte das Unternehmen mit einem Rückgang des bereinigten Gewinns auf 4,8 bis 5,4 (6,9) Mrd. € gerechnet und einem Umsatz von 84 bis 87 (87,3) Mrd. € in Aussicht gestellt.

Die Affäre um Milliardenverluste von US-Investoren mit Allianz-Hedgefonds ist für den deutschen Versicherer endgültig ausgestanden. Eine Richterin bestätigte den Vergleich, den die Allianz mit den US-Behörden ausgehandelt hatte. Pensionsfonds und andere große Investoren in den USA hatten im Frühjahr 2020 rund 7 Mrd. $ mit den "Structured Alpha"-Hedgefonds der US-Tochter von Allianz Global Investors (AGI) verloren, als die Finanzmärkte zu Beginn der Coronapandemie eingebrochen waren. Die US-Behörden warfen dem verantwortlichen Ex-Fondsmanager und seinen Kollegen vor, die Risiken kleingeredet und die Fonds nicht wie versprochen gegen einen Kursrutsch abgesichert zu haben. Die Allianz hatte sich bereiterklärt, die Investoren mit rund 5 Mrd. $ zu entschädigen und gut 840 Mio. $ an die Staatskasse zu zahlen.

Der Mediengigant Disney verlängerte nach eigenen Angaben den Vertrag mit Konzernchef Bob Igers um zwei weitere Jahre. Damit bleibt der Manager bis Ende 2026 auf dem Chefposten. Mit dem Schritt wolle Disney Kontinuität in der Führung während des laufenden Umbaus wahren. Iger war im November 2022 aus dem Ruhestand geholt worden. Er wollte den Konzern ursprünglich nur für zwei Jahre leiten. Iger hatte Disney bereits von 2005 bis 2020 geführt.

Das Ringen um die Übernahme des Videospiel-Herstellers Activision Blizzard durch Microsoft geht in den USA in eine neue Runde. Die US-Wettbewerbsbehörde FTC kündigte an, gegen die Ablehnung ihres Antrags auf eine vorläufige Blockade des bislang größten Deals in der Videospiele-Branche in Berufung zu gehen. Ein Bundesgericht hatte den Antrag der FTC abgelehnt, die Übernahme zu stoppen. In ihrem Antrag auf einstweilige Verfügung habe die FTC nicht darlegen können, dass der Wettbewerb durch den Deal substanziell beeinträchtigt werde, urteilte eine US-Richterin.