Vor den anstehenden Quartalsergebnissen der großen Tech-Werte griffen Anleger zuletzt wieder zu, um die potenzielle nächste Rally nicht zu verpassen. Allen voran Chip-Aktien waren zuletzt gefragt. Allerdings dürften die hohen Erwartungen bereits in den Kursen eingepreist sein, wodurch das Enttäuschungspotenzial groß ist. Auch hierzulande wurden Anleger wieder zuversichtlicher. Dem DAX ist es zwischenzeitlich gelungen die runde Marke bei 25.000 Punkten zurückzuerobern. Nach dem Fehlausbruch zum Beginn des Monats bleibt damit aber das Allzeithoch weiter in Sichtweite. Angesichts der Zahlenflut in den USA rückten die neuesten Spannungen in den Hintergrund. Neben dem anhaltenden Konflikt im Iran hat US-Präsident Donald Trup neue Strafzölle auf kanadische Importe angekündigt. Zusätzlich sprach er von Zöllen auf Generika ab dem kommenden Jahr. Als weitere Bremse dürften dich die weiter steigenden Ölpreise herausstellen. Erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation ist die Flugabwehr in der iranischen Hauptstand Teheran aktiviert worden, was die Rohstoffpreise erneut anschob. All diese negativen Meldungen wurden am Markt jedoch zuletzt ignoriert: Die Erholung bei den Halbleiter-Titeln schob die Kurse der Leitindizes der Wall Street an. Der Dow Jones schloss 0,7 % höher und der S&P 500 legte um 0,9 % zu. Die Technologiebörse Nasdaq kletterte sogar um 1,3 % gen Norden.
Eine angehobene Prognose hat den Aktien des US-Spielwarenherstellers Hasbro einen Kurssprung beschert. Der Konzern rechnet nun für das Gesamtjahr mit einem Umsatzwachstum zwischen 5 und 7 %, nach einer bisherigen Prognose von 3 bis 5 %. Zudem erhöhte das Unternehmen das Jahresziel für das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda). Als Grund für seinen Optimismus nannte Hasbro die robuste Nachfrage im Digitalgeschäft und die anhaltende Beliebtheit des Sammelkartenspiels "Magic: The Gathering" im 2. Quartal.
Die Thyssenkrupp-Marinetochter TKMS hat sich aus dem Bieterrennen um die Werft German Naval Yards Kiel (GNYK) rausgezogen. „Der Erwerb der German Naval Yards Kiel wäre eine schöne Option gewesen, aber kein Muss", erklärte TKMS-Chef Oliver Burkhard. Nach sorgfältiger Prüfung sehe TKMS aber „aktuell keine Notwendigkeit für einen Erwerb", fügte er hinzu. Neben TKMS hatte auch Konkurrent Rheinmetall Interesse an der Werft angemeldet.
Die Branicks Group gab bekannt, dass nach Auskunft der Abschlussprüfer die erforderlichen Prüfungshandlungen betreffend den Jahres- und Konzernabschluss 2025 nicht wie geplant bis zum 27. Juli 2026 abgeschlossen werden können. Dementsprechend wird die Gesellschaft am 27. Juli 2026 den geprüften Jahres- und Konzernabschlusses 2025 nicht veröffentlichen. Hintergrund sind die fortschreitenden und weiterhin konstruktiven Verhandlungen mit den Gläubigern der Schuldscheindarlehen sowie den Anleihegläubigern über die Refinanzierung und Restrukturierung insbesondere der im Jahr 2026 fällig werdenden Finanzverbindlichkeiten, für die eine Laufzeitverlängerung bis zum 2. Halbjahr 2030 angestrebt wird.
Der US-Autobauer General Motors hat mit seinem Geschäftsbericht die Anleger nicht begeistern können. Der Nettogewinn von GM brach im 2. Quartal um 31 % auf 1,3 Mrd. $ ein, belastet von Kosten für den Umbau von Fabriken für Elektroautos. Zudem belasten den Konzern Zölle sowie höhere Preise für Rohstoffe, Computerchips und Logistik. Dies überschattete die angehobene Prognose des Konzerns.
Die spanische Großbank Santander hat im 2. Quartal dank höherer Zinsen und anderer Erträge Kurs auf mehr Gewinn im Gesamtjahr gehalten. Unter dem Strich verdiente das Institut gut 3,5 Mrd. € und damit 3 % mehr als ein Jahr zuvor. Damit wurden die durchschnittlichen Analystenerwartungen übertroffen. Bankchefin Ana Botín sieht das größte Geldhaus Spaniens damit auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Dies gilt auch für den geplanten Rückkauf eigener Aktien, für den Santander 6,9 Mrd. € ausgeben will.
Dank der anhaltend hohen Nachfrage nach Passagierjets wird Airbus zuversichtlicher für die Zukunft und will den Gewinn bis 2029 deutlich steigern. Das bereinigte Ebit soll demnach aus 12 bis 13 Mrd. € zulegen, während für das laufende Jahr 7,5 Mrd. € auf dem Plan stehen. Um der starken Nachfrage gerecht werden zu können, fahre der Konzern die Produktion in allen Geschäftsbereichen hoch, teilte CEO Guillaume Faury mit.