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Börsenbericht – DAX hat 25.000 Punkte im Visier

Zur Wochenmitte ist es dem DAX zum ersten Mal gelungen die runde Marke bei 25.000 Punkten zu überwinden. Aber nicht nur hierzulande dürfte die Rekordrally weitergehen – auch an der Wall Street ging der Rekordlauf weiter. Erst im gestrigen Handel hatte der DAX eine neue Bestmarke bei 24.969 Zählern erreicht. Damit rücken die geopolitischen Spannungen erneut in den Hintergrund. Getrieben wurde die Rekordjagd auch von guten Vorgaben von der Wall Street. Für heute ist eine Vielzahl an Wirtschaftsdaten angekündigt, wie die aktuellen Inflationsdaten aus der Eurozone. In den USA stehen für heute zudem der ADP-Jobbericht und der ISM-Stimmungsindikator für den Monat Dezember auf dem Plan. An der Wall Street war der Rekordlauf ebenfalls ungebrochen: Der Dow Jones erreichte den zweiten Handelstag in Folge eine neue Bestmarke bei 49.509 Punkten und steuert weiter auf die 50.000 Zähler-Marke zu. Auch der S&P 500 kletterte auf eine Rekordhöhe von 6.944 Stellen. Die Technologiebörse Nasdaq profitierte von Kursgewinnen in der Halbleiterbranche und verbuchte ein Plus von 0,94 %. 

Siemens hat eine Erweiterung der Partnerschaft mit Nvidia angekündigt. Ziel der intensivierten Zusammenarbeit ist es, Künstliche Intelligenz (KI) zum Betriebssystem der Industrie zu machen. Mit neuen Angeboten solle die industrielle und physische KI in alle Branchen und industriellen Arbeitsabläufe gebracht werden. Während Nvidia die KI-Infrastruktur, Simulationsbibliotheken, Modelle, Frameworks und Blaupausen bereitstellen werde, bringe Siemens Hunderte Experten für industrielle KI sowie führende Hardware- und Softwarelösungen ein.

Amazons Cloud-Sparte AWS arbeitet mit dem deutschen Autozulieferer Aumovio bei der Entwicklung von selbstfahrenden Autos zusammen. Das erste Projekt betreffe autonom fahrende Lastwagen des US-Anbieters Aurora. AWS und Aumovio erweiterten ihre langjährige Partnerschaft. Dabei werde die Amazon-Sparte der bevorzugte Cloud-Anbieter von Aumovio für die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen auf Basis von Künstlicher Intelligenz. Die neuen Produkte sollen ab 2027 in größerem Maßstab in fahrerlosen Aurora-Lastwagen zum Einsatz kommen. 

Lockheed Martin hat sich verpflichtet, seine Produktion von Patriot-Raketen auf etwa 2.000 Abfangraketen pro Jahr zu steigern, um der Nachfrage aus dem Pentagon gerecht zu werden, das sich offenbar auf Konflikte an mehreren Fronten vorbereitet. Wie der Rüstungskonzern mitteilte, hat er mit dem US-Verteidigungsministerium eine deutliche Steigerung der Produktion von PAC-3 MSE-Abfangraketen über einen Zeitraum von sieben Jahren vereinbart. Lockheed Martin sieht sich gut aufgestellt, dieses Ziel zu erreichen, nachdem das Unternehmen die Produktion in den vergangenen zwei Jahren um mehr als 60 % gesteigert und im vergangenen Jahr eine Rekordzahl von 620 Raketen ausgeliefert hat. Die Finanzierung der Liefervereinbarung muss noch vom US-Kongress abgesegnet werden, der bislang noch keine Mittel für einen vollen Siebenjahresvertrag bewilligt hat. 

Der Leasinganbieter Grenke hat das Neugeschäft im abgelaufenen Jahr um 7,8 % auf 3,29 Mrd. € gesteigert und damit die Mitte der in Aussicht gestellten Zielspanne von 3,2 bis 3,4 Mrd. € erreicht. Die komplette Jahresbilanz veröffentlicht Grenke am 12. März.

Das Holcim-Spin-off Amrize will mit einem Zukauf sein Geschäft in der Wachstumsregion West-Texas ausbauen. Dazu sei eine Vereinbarung zum Erwerb von PB Materials getroffen worden. Die Übernahme solle in der 1. Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden und sich bereits im laufenden Jahr positiv auf den Gewinn je Aktie und den Cashflow auswirken. 

Der chinesische Technologiekonzern Lenovo hat gemeinsam mit dem Chip-Spezialisten Nvidia eine "Gigafactory" für Künstliche Intelligenz (KI) vorgestellt. Das Projekt solle es Anbietern von KI-Clouds ermöglichen, KI-Anwendungen für Unternehmen schneller zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen, teilte Lenovo auf der Technologiemesse CES 2026 in Las Vegas mit. 

Der US-Konzern Eli Lilly befindet sich laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen in fortgeschrittenen Verhandlungen über den Erwerb von Ventyx Biosciences für mehr als 1 Mrd. $. Eine Vereinbarung über Ventyx, das sich auf die Entwicklung von Tabletten zur Behandlung von Entzündungskrankheiten spezialisiert hat, könnte demnach in Kürze bekannt gegeben werden. Ventyx entwickelt Tabletten zur Behandlung von Krankheiten wie Morbus Crohn und rheumatoider Arthritis. Einer der Medikamentenkandidaten befindet sich derzeit in der mittleren Testphase für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Zusammenhang mit Fettleibigkeit. 

Für 840 Mio. $ hat Amgen das britische Biotechnologieunternehmen Dark Blue Therapeutics übernommen. Durch die Übernahme verschafft Amgen sich nach eigenen Angaben Zugriff auf ein in der Erprobung befindliches Molekül, das zwei Proteine angreift und abbaut, die bestimmte Arten der akuten myeloischen Leukämie verursachen. Das US-Biotech-Unternehmen will mit Dark Blue seine Bemühungen in der frühen Krebsforschung verstärken. Der Kaufpreis beinhaltet Vorauszahlungen und künftige Meilensteinzahlungen.

Die Aktionäre von Staar Surgical haben das 1,6 Mrd. $ schwere Übernahmeangebot von Alcon abgelehnt – ein Sieg für die aktivistischen Investoren, die sich für eine Ablehnung stark gemacht hatten. Staar, ein Hersteller implantierbarer Linsen, teilte im Anschluss an eine Aktionärsversammlung mit, dass zu wenige Investoren für eine Annahme der Offerte gestimmt hätten und Staar ein eigenständiges Unternehmen mit Notierung an der Nasdaq bleiben werde. Viele Stakeholder, darunter auch der aktivistische Investor Broadwood Partners, der 30,2 % der Aktien hält, hatten sich gegen eine Übernahme ausgesprochen, selbst nachdem Alcon sein Angebot auf 30,75 $ je Aktie in bar aufgestockt hatte. 

Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat die Einführung seines neuesten Smartglasses-Modells in Ländern außerhalb der USA aufgeschoben und das mit der hohen Nachfrage amerikanischer Kunden begründet. Das intelligente Brillenmodell "Ray-Ban Display", das in Zusammenarbeit mit dem französisch-italienischen Brillenkonzern EssilorLuxottica entwickelt wurde, sollte ursprünglich Anfang dieses Jahres in Kanada, Frankreich, Großbritannien und Italien in den Verkauf gehen. Aufgrund der hohen Nachfrage und begrenzter Lagerbestände werde sich die Markteinführung jedoch verzögern, schrieb Meta-Kommunikationsmanagerin Lisa Brown Jaloza in einem Blogbeitrag auf der Website des Technologiekonzerns.

Johnson & Johnson wird eine Phase-3-Studie zu seiner Behandlung von Systemischem Lupus Erythematodes (SLE) starten, nachdem eine vorangegangene Studie ihren primären Endpunkt erreicht hat. Demnach hat ein statistisch signifikanter Prozentsatz der Patienten, die das Medikament Nipocalimab einnahmen, Verbesserungen aufgewiesen, gemessen anhand des Systemic-Lupus-Erythematosus-Responder-Index. Der Index ist ein Maß, das zur Bewertung des Ansprechens auf die Behandlung bei SLE-Patienten in klinischen Studien verwendet wird. Wie Johnson & Johnson weiter mitteilte, wurden zudem wichtige sekundäre Endpunkte erreicht, und das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil der Therapie stimmte mit früheren Studien überein. Laut dem Pharmakonzern sind diese Daten die ersten positiven Ergebnisse einer in der Erprobung befindlichen FcRn-Blocker-Behandlung von SLE, einer Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise den eigenen Körper angreift.