Trotz guter Vorgaben von der Wall Street konnte der DAX zuletzt kein Kursplus verbuchen – im Gegenteil. In der vergangenen Woche war der dt. Leitindex bereits zweimal unter die wichtige Unterstützungsmarke bei 24.000 Punkten gerutscht, konnte aber letztlich darüber schließen. Die Charttechnik hat sich deutlich eingetrübt: Je öfter der DAX die runde Marke testet, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass sie bricht. Für heute stehen hierzulande die Konjunkturdaten auf dem Plan. Neben den Einzelhandelsdaten für Juli veröffentlicht das Statistische Bundesamt die vorläufigen Inflationsdaten für den Monat August. Nachdem die Inflation in den vorangegangenen zwei Monaten mit 2,0 % stabil blieb, könnte sie zuletzt wieder leicht angezogen haben. Nun muss sich zeigen, ob der DAX die 24.000 Punkte-Marke verteidigen kann. Die Vorgaben von der Wall Street sind durchaus positiv – der S&P 500 hat sogar ein neues Rekordhoch erreicht. Der Dow Jones schloss 0,2 % fester und der S&P 500 ging letztlich mit einem Plus von 0,3 % aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,5 % gen Norden. Allerdings rückte zwisschenzeitig einmal mehr der Machtkampf um die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed in den Fokus der Anleger. Nachdem US-Präsident Donald Trump die Fed-Gouverneurin Lisa Cook entlassen hat, will diese nun vor Gericht ziehen. Derweil drängt der nächste Fed-Gouverneur Christopher Waller, auf eine Zinssnekung im September. Er fordert eine Senkung um 0,25 Prozentpunkte. Waller wird als möglicher Nachfolger von Jerome Powell gehandelt.
Der US-Konzern Dell hat von der anhaltend hohen Nachfrage nach Servern für rechenintensive KI-Anwendungen profitiert. Der Ausblick auf das laufende Q3 enttäuschte die Anleger jedoch. Im 2. Quartal setzten die Amerikaner 29,8 Mrd. $ um und verbuchten damit ein Plus von 19 %. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 2,32 $.
Der amerikanische Baumaschinen-Spezialist Caterpillar befürchtet eine deutlich höhere Belastung durch die Importzölle von Präsident Donald Trump als noch vor drei Wochen. Sie könnten das Unternehmen in diesem Jahr 1,5 bis 1,8 Mrd. $ kosten, wie der Konzern mitteilte.
Die Kaufzurückhaltung der Kunden sowie die US-Zölle machen dem Modekonzern Gap zu schaffen. Das Management hat daher zuletzt die Guidance für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Auf Jahressicht wird nun mit einer operaiven Marge von 6,7 bis 7,0 % gerechnet.