Auch diese Woche halten der Iran-Krieg und die hohen Ölpreise die Anleger in Atem – zudem stehen die nächsten Entscheidungen der US-Notenbank Fed und der EZB an. Nachdem der dt. Leitindex zeitweise unter die runde Marke von 23.000 Punkten gerutscht war, konnte er sich oberhalb dieser Marke stabilisieren. Dennoch bleiben die Ölpreise eines der beherrschenden Themen an der Börse. In der vergangenen Woche war der Ölpreis für ein Barrel der Nordseesorte Brent auf knapp 120 $ gestiegen und hatte damit den höchsten Stand seit 2022 erreicht. Aktuell kostet Brent immer noch über 100 $ je Barrel. Die Öl- und Gaspreise gelten als Gradmesser für Konjunktur- und Inflationssorgen und sind damit weiter das Zünglein an der Waage. Besonders im Fokus stehen alle Nachrichten über den wichtigsten Versorgungsweg, die Straße von Hormus. Die Versorgung mit Öl durch dieses Nadelöhr ist durch den Krieg aktuell stark beeinträchtigt. Zum Wochenschluss gaben die US-Leitindizes einige Punkte ab: Der Dow Jones schloss 0,3 % leichter, der S&P 500 verlor 0,6 % und die Technologiebörse Nasdaq verlor 0,9 %. Zum Wochenstart dürften die Leitindizes der Wall Street jedoch leicht im Plus starten. In den USA warnen immer mehr Ökonomen vor den Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die US-Wirtschaft.
UniCredit hat ein Übernahmeangebot für die Commerzbank vorgelegt. Den Aktionären werde ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot in Gestalt eines Tauschangebots angeboten, teilte die italienische Bank mit. Für eine Commerzbank-Aktie bieten die Italiener 0,485 neue Stammaktien der eignen Papiere. Das Angebot entspricht rund 30,80 € je Commerzbank-Aktie. Sie sollen in einer den Commerzbank-Aktionären vorbehaltenen Kapitalerhöhung ausgegeben werden. Die Bank aus Mailand buhlt seit September 2024 um die Commerzbank. Bislang ist sie bereits mit gut 26 % der Anteile größter Aktionär der Commerzbank und hatte über Finanzinstrumente Zugriff auf weitere gut 3 %.
Das Beteiligungsunternehmen Mutares hat im vergangenen Geschäftsjahr mehr umgesetzt und verdient. In 2025 stiegen die Erlöse auf 6,5 Mrd. €. Das Ebitda kletterte deutlich auf 733,5 (117,0) Mio. €. Auch im laufenden Jahr und darüber hinaus will das Unternehmen weiter wachsen. So soll der Konzernumsatz 2026 auf 7,9 bis 9,1 Mrd. € zulegen und der Jahresüberschuss bei 165 bis 200 Mio. € landen. Bis 2030 peilt Mutares ein Wachstum pro Jahr von einem Viertel beim Konzernumsatz und beim Jahresüberschuss an.
Eine Kaufempfehlung der UBS hat die zuletzt ins Stocken geratene Erholung der Aktien von Bayer befeuert. UBS-Analyst Matthew Weston signalisierte mit seinem Kursziel von 52 € aber noch Luft nach oben über das Jahreshoch von fast 50 € hinaus. Mit Blick auf die Lösung der Glyphosatprobleme sieht Weston inzwischen ein Chancen-Übergewicht. Im Pharmabereich ist er optimistisch für die wichtigsten Wachstumstreiber.