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Börsenbericht – Kursschwankungen halten an

Der DAX konnte den ersten Börsenmonat etwas fester schließen, die herrschenden Unsicherheit und damit verbundenen Kursschwankungen dürften jedoch weiterhin anhalten. Zum Wochenschluss hatten überraschend positive Ergebnisse des Sportmodeherstellers Adidas für positive Impulse gesorgt. Der Januar war geprägt von Zolldrohungen und enttäuschenden Konjunktursignalen. Damit dürfte die Volatilität an den Börsen weiterhin anhalten. Vor allem die jüngsten Drohungen aus den USA gegen den Iran sorgten für Unsicherheiten und Zurückhaltung. In dieser Woche stehen zum einen Konjunkturdaten, wie der US-Arbeitsmarktbericht, sowie die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed auf der Agenda. Zusätzlich dürfte die Berichtssaison in den USA sowie Europa für Impulse sorgen. Bei den Edelmetallen ging derweil der vorübergehende Ausverkauf weiter. Zum Wochenschluss hatte der “sichere Hafen” Gold knapp 7 % an Wert verloren und entfernte sich weiter vom zuvor erreichten Rekordhoch bei 5.595 $. Damit blieb der Preis vorerst jedoch weiterhin über dem Preis des vergangenen Jahres. Auch der Silberpreis blieb hinter dem Rekordhoch bei 121,65 $ zurück. Zum Wochenende sorgten die Nominierung von Kevin Warsh zum neuen Notenbankchef, unerwartet hohe Inflationsdaten und die Sorge vor einem möglichen Stillstand der Regierungsgeschäfte in Washington für Zurückhaltung und schwächere Kurse. US-Präsident Donald Trump hat den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh zum Nachfolger von Fed-Chef Jerome Powell nominiert. Analysten rechnen mit einer vergleichsweise straffen Geldpolitik. Er gilt zwar als Befürworter niedriger Zinsen, dürfte jedoch keine aggressive Lockerung der Geldpolitik als Mittel der Wahl in Betracht ziehen. Warsh hatte sich zudem dafür ausgesprochen, die Rolle der Zentralbank in der Wirtschaft zurückzufahren. Der Dow Jones schloss 0,4 % leichter und die Technologiebörse Nasdaq gab um 0,9 % nach. 

Nvidia-Chef Jensen Huang hat Berichte über ein Zerwürfnis ‌mit dem ChatGPT-Entwickler OpenAI zurückgewiesen, zugleich aber Abstriche bei ‍der ursprünglich geplanten ‍Investitionssumme signalisiert. "Wir werden eine riesige Investition in OpenAI tätigen." Im Herbst hatten beide Unternehmen eine Absichtserklärung über eine Partnerschaft mit einem solchen Investitionsvolumen bekanntgegeben. Über die genaue Summe der nun anstehenden Beteiligung ‍entscheide OpenAI-Chef Sam Altman, sagte Huang weiter.

Nach vorläufigen und ungeprüften Zahlen ging der Nettoumsatz von Mister Spex 2025 im Jahresvergleich um rund 18 % auf 178 Mio. € zurück und lag damit innerhalb der kommunizierten Spanne von –10 bis –20 %. Die Umsatzentwicklung war insbesondere durch die im 4. Quartal 2024 vollzogenen Schließungen internationaler Stores sowie durch die fortgesetzte Reduzierung rabattgetriebener Aktionen geprägt, was zu einem insgesamt höherwertigen Produkt- und Preismix führte.

Der Nahrungsmittelriese Nestlé hat der Nichtregierungsorganisation Foodwatch im Fall verunreinigter Säuglingsnahrung Falschbehauptungen vorgeworfen und droht ihr im Wiederholungsfall mit möglichen rechtlichen Schritten. Falls Foodwatch irreführende oder falsche Informationen verbreite, "behält sich Nestlé das Recht vor, alle notwendigen Schritte zum Schutz seiner Interessen zu ergreifen", hieß es in einem offenen Brief des Konzerns. Nestlé erklärte in dem Schreiben, die Rückrufe seien jeweils wenige Tage nach Bestätigung des Problems erfolgt, und wies Vorwürfe verspäteten Handelns, fahrlässigen Umgangs mit Produktsicherheit sowie einer Vertuschung möglicher Krankheitsfälle zurück. Bislang lägen keine medizinischen Berichte vor, die einen Zusammenhang zwischen den Produkten und Erkrankungen belegten, hiess es in dem Brief.

M1 Kliniken haben den Verkauf der HAEMATO Pharm GmbH durch die Mehrheitsbeteiligung HAEMATO AG an die PHOENIX group erfolgreich abgeschlossen. Nachdem sämtliche Vollzugsbedingungen, einschließlich der erforderlichen kartellrechtlichen Genehmigungen, erfüllt wurden, ist die Transaktion rechtlich wirksam vollzogen. Damit scheidet die HAEMATO Pharm GmbH aus dem Konsolidierungskreis der HAEMATO AG sowie der M1 Kliniken AG aus.