Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt und die daraus resultierende Unsicherheit an den Finanzmärkten treibt Anleger um. Zur Wochenmitte konnte sich der DAX zwar erholen, doch die Lage bleibt angespannt. Nach dem Angriff von Israel und den USA auf den Iran war der dt. Leitindex zeitweise unter 24.000 Punkte gefallen. Zuletzt kamen Gerüchte auf, dass der Iran zu Verhandlungen mit den USA bereit sei. Zusätzlich hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, Öl-Transporte zur Not militärisch abzusichern. Erst gestern wurde eine Explosion an einem Tanker im Persischen Golf gemeldet. Die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten und eine damit verbundene Stabilisierung der Ölmärkte gab der Wall Street indes Rückenwind. Der Dow Jones beendete den Handel 0,5 % fester und der S&P 500 legte 0,8 % zu. Die Technologiebörse Nasdaq kletterte um 1,3 % gen Norden. Der Iran-Krieg könnte jedoch auch weitergehende Konsequenzen für die globale Wirtschaft haben. Die südkoreanische Chipindustrie hat bereits Sorgen vor Lieferkettenproblemen geäußert – sie befürchten eine Krise der Versorgung mit Materialien wie Helium, das aus dem Nahen Osten geliefert wird.
Die Dt. Börse-Tochter ISS STOXX hat die Index-Änderungen für den 23. März bekanntgegeben. Im DAX wird es keine Änderungen geben – damit hat die Lufthansa den Wiederaufstieg verpasst. Damit bleibt auch Zalando, die als Abstiegskandidat gehandelt wurden, im DAX. In den MDAX steigen derweil Deutz, Salzgitter und Jenoptik auf – weichen müssen dafür TeamViewer, Fielmann und Carl Zeiss Meditec. Zudem ersetzt Init Innovation das Softwareunternehmen PSI Software. Zum 9. März steigt zudem Schaeffler aus dem SDAX in den MDAX auf und ersetzt dort die Dt. Wohnen. Einhell Vz. wird dafür in den SDAX aufgenommen.
Der Maschinenbauer und Autozulieferer Dürr blickt vorsichtig auf das laufende Jahr. Der Erlös soll 2026 3,9 bis 4,3 Mrd. € erreichen. 2025 gab der Umsatz im fortgeführten Geschäft im Jahresvergleich um 2,9 % auf 4,17 Mrd. € nach. Die Ebit-Marge soll bei 5,0 bis 6,5 % landen.
Die hohe Rüstungsnachfrage hat dem Getriebehersteller Renk im vergangenen Jahr Rekorde bei Umsatz und Neugeschäft beschert. Die Erlöse stiegen um knapp ein Fünftel auf 1,37 Mrd. €, dabei war das Rüstungsgeschäft der Wachstumstreiber. Das bereinigte Ebit verbesserte sich um 21,7 % auf 230 Mio. €. Für das neue Geschäftsjahr geht Renk von weiterem Wachstum aus. So soll der Umsatz auf mehr als 1,5 Mrd. € steigen. Das bereinigte Ebit sieht der Konzern bei 255 bis 285 Mio. €.
Der Logistikkonzern DHL Group muss auch im laufenden Jahr auf eine Erholung der Weltwirtschaft hoffen. Es gebe vor allem in der Geopolitik sehr viele Variablen und Unsicherheiten, sagte Konzernchef Tobias Meyer. In der Prognose sei keine Verbesserung des weltwirtschaftlichen Umfelds einkalkuliert. Unter dieser Voraussetzung erwartet der DAX-Konzern beim Ebit über 6,2 Mrd. € und damit im schlechtesten Fall nur ein kleines Plus im Vergleich zu 2025. "Insgesamt sehe ich uns für 2026 sehr gut aufgestellt", sagte Meyer. Im vergangenen Jahr stieg der operative Gewinn um 3,7 % und unterm Strich entfielen auf die Aktionäre 2025 mit 3,5 Mrd. € gut 5 % mehr Gewinn als ein Jahr zuvor. Die Dividende soll um 0,05 € auf 1,90 € je Aktie steigen.
Der Werbevermarkter Ströer hat 2025 die verhaltene Wirtschaftsentwicklung zu spüren bekommen und den Umsatz moderat gesteigert. Die Erlöse stiegen auf Basis vorläufiger Zahlen leicht auf rund 2,08 Mrd. €, nachdem im Vorjahr 2,05 Mrd. € umgesetzt wurden. Das bereinigte Ebitda verharrte mit 626 Mio. € auf Vorjahresniveau. Die endgültigen Zahlen will Ströer am 23. März veröffentlichen.