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Börsenbericht – Trübe Stimmung im DAX

Angesichts der Furcht vor einem neuen Handelskrieg mit den USA startete der DAX schwächer in die neue Börsenwoche. Bisher konnten die Verluste jedoch in Grenzen gehalten werden – nach dem Martin Luther King Day werden heute allerdings die US-Börsen wieder öffnen. Zeitweise ist der dt. Leitindex unter die wichtige runde Marke von 25.000 Zähler gerutscht. Da die Wall Street gestern geschlossen war, dürften Anleger erst heute die Drohungen von US-Präsident Donald Trump vollständig Einpreisen. Zudem könnte heute der Oberste Gerichtshof der USA über die Rechtmäßigkeit von Trumps Strafzöllen entscheiden. Zuvor hatten bereits Gerichte in unteren Instanzen entschieden, dass der Präsident mit den Zöllen seine Kompetenz überschritten habe. Neue Bewegung in den Streit mit den USA um Grönland könnte beim Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos kommen. Heute beginnt die jährliche Tagung in der Schweiz. Neben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprechen. Zudem wird zur Wochenmitte US-Präsident Trump erwartet. Gold und Silber bleiben bei Investoren angesichts der vielen geopolitischen Krisen gefragt. Die Preise für die beiden Edelmetalle erreichten zeitweise erneut Rekordstände und Gold kostete zum ersten Mal mehr als 4.700 $. Edelmetalle – allen voran Gold – gelten bei vielen Investoren als sichere Häfen in Zeiten politischer Unsicherheiten. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für zahlreiche Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird.

Das KI-Robotik-Unternehmen Circus SE wurde von der Bundeswehr beauftragt, den CA-1 Roboter für die autonome Versorgung zu liefern. Die Integration startet an einem militärischen Kasernenstandort in Deutschland, um die dort stationierten Soldaten – unabhängig von Dienstzeiten oder Einsatzrückkehr – zu versorgen.

Der Konsumgüterkonzern Henkel führt Übernahmegespräche mit dem niederländischen Unternehmen Stahl Holdings. Mit dem französischen Mehrheitseigentümer Wendel würden derzeit Gespräche geführt – ob es zu einer Einigung kommt sei jedoch noch offen. Bei einem möglichen Deal müssten zudem die Kartellbehörden zustimmen. 

Beim Finanzdienstleister Hypoport ist die Nachfrage nach Immobilienkrediten im 4. Quartal nach einem bis dahin starken Jahr leicht zurückgegangen. Zwischen Oktober und Dezember wurden auf der Plattform Europace 1 % weniger private Immobilienfinanzierungen vermittelt als ein Jahr zuvor. Im Gesamtjahr 2025 legte das Volumen dennoch um 13 % auf rund 74,8 Mrd. € zu. Den Geschäftsbericht wird Hypoport am 30. März vorlegen. 

Der neu aufgeflammte Zollstreit hat vor allem die Automobilwerte unter Druck gesetzt. Nun hat Mercedes-Benz angekündigt, die Produktion in den USA deutlich auszuweiten. Das SUV-Modell GLC soll nun “etwas später als 2027” im US-Werk Tuscaloosa vom Band rollen.