Nach der scharfen Korrektur in den vergangenen zwei Wochen versuchte sich der DAX zu, Wochenstart an einer Stabilisierung. Im Zuge des erneut eskalierenden Krieges im Nahen Osten und der KI-Sorgen, war der dt. Leitindex wieder unter die Marke bei 25.000 Punkten gerutscht. Die mit der Eskalation wieder angestiegenen Ölpreise ließen die Furcht vor einer höheren Inflation erneut in den Fokus rücken. In der vergangenen Nacht wurden erneut gegenseitige Angriffe gemeldet und Medienberichten zufolge wurde weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Krisenregion verlegt. Damit sinkt die Hoffnung auf eine baldige Einigung. Um Angriffe des Irans auf Handelsschiffe in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus zu unterbinden, bombardierte das US-Militär derweil in der nunmehr neunten Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik. Von dort wurden Explosionen in gleich mehreren Gebieten gemeldet. Zum Wochenschluss drückten Kursverluste bei Netflix und im Halbleitersektor auf die Kurse der Wall Street. Der Dow Jones schloss 0,2 % leichte rund der S&P 500 gab um 0,7 % nach. Die zunehmende Sorge, dass der starke Aufschwung der KI- und Halbleiterunternehmen übertrieben war, setzte die entsprechenden Werte unter Druck und sorgte auch beim Technologie-Index Nasdaq zum Wochenschluss für ein Minus von 1,2 %. Nun stehen die Bilanzen der Tech-Werte im Fokus der Anleger. In dieser Woche öffnen Schwergewichte wie Alphabet, Tesla, Texas Instruments und Intel ihre Bücher. Die Berichte von den US-Unternehmen dürften auch hierzulande für Kursbewegung sorgen.
TeamViewer hat nach Ansicht der Finanzaufsicht BaFin zu spät über einen Cyberangriff informiert. Deswegen wurde eine Geldbuße in Höhe von 240.000 € gegen das Softwareunternehmen festgesetzt. Das Unternehmen habe gegen die Marktmissbrauchsverordnung (Market Abuse Regulation - MAR) verstoßen. Das Unternehmen hatte vor gut zwei Jahren über einen Cyberangriff berichtet.
Der Stahlhersteller Salzgitter hat nach dem 1. Halbjahr und der Komplettübernahme der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) seine Jahresprognosen angehoben. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 2026 taxiert das MDAX-Unternehmen nun im Bereich von 725 bis 825 Mio. € statt bisher jeweils 100 Mio. € weniger. Beim Umsatz visiert der Stahlkocher nun rund 10,0 Mrd. € an, 0,5 Mrd. € mehr als bisher.
Der Anstieg der Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs hat dem Billigflieger Ryanair einen noch stärkeren Gewinneinbruch eingebrockt als gedacht. Im 1. Quartal des Geschäftsjahrs 2026/27 sank der Überschuss im Jahresvergleich um 34 % auf 538 Mio. €. Der Konzern hatte zwar den Großteil seines Treibstoffbedarfs preislich abgesichert, konnte den starken Kostenanstieg aber dennoch nicht ganz auffangen. Die Zahl der Passagiere stieg im Jahresvergleich um 6 % auf 61,3 Mio. Fluggäste. Allerdings hatte Ryanair die Tickets im Schnitt 6 % günstiger verkauft als ein Jahr zuvor. Dadurch stieg der Umsatz nur um 1 % auf 4,4 Mrd. €.
Walmart baut die Führungsriege seines US-Geschäfts um, während der neue Vorstandschef des Einzelhändlers sein Team weiter aufbaut. Kieran Shanahan, Chief Operating Officer für Walmart U.S., wird seine Position aufgeben. Nachfolger des 45-Jährigen wird Kyle Kinnard, derzeit COO für Walmart International. In den letzten Monaten gab es bei dem in Bentonville, Arkansas, ansässigen Unternehmen eine Reihe von Abgängen von Top-Führungskräften. Dazu gehörten im Mai Tom Ward, COO der Walmart-Lagerhauskette Sam's Club, sowie Cedric Clark, der Leiter des Filialgeschäfts von Walmart U.S. Clarks Position ist weiterhin unbesetzt.