Der deutsche Leitindex zeigt sich erneut unbeeindruckt von Zinsen, Geschäftsklimaindex und Co. und setzt seinen Kurs gen 16.000 Punkten unbeirrt fort. Bereits gestern haben sowohl der DAX als auch die wichtigsten Indizes in New York ihren mehrtägigen Abwärtstrend beendet. Die Notenbankpolitik bleibt dennoch der entscheidende Faktor für den Aktienmarkt: Auf der jährlichen Geldpolitikkonferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) im portugiesischen Sintra hatte der Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, eine Anhebung des Leitzinses für Juli erneut nicht ausgeschlossen. Auch die EZB kann laut ihrer Präsidentin Christine Lagarde noch nicht genug Anzeichen für eine Abschwächung des Preisschubs im Euroraum erkennen.
Bei den Einzelwerten gerieten Siemens immer mehr unter Druck. Als Grund führten Händler eine Studie der Bank Societe Generale an, der zufolge das Segment Digital Industries von Siemens im 3. Geschäftsquartal hinter den Erwartungen zurückbleiben könnte.
Die Kursgewinne der letzten Tage musste indes Zalando wieder abgeben. Zweifel an den langfristigen Zielen des Internet-Modehändlers machten am Markt die Runde, ausgelöst durch eine Studie der Investmentbank Bernstein.
Bayer fielen vorübergehend auf den tiefsten Stand seit Anfang des Jahres, schlossen aber leicht im Plus und scheinen diesen Kurs vorerst beizubehalten. Die US-Arzneibehörde FDA hat eine Zulassung des Augenmittels Eylea vom US-Biotechkonzern Regeneron zunächst abgelehnt. Bayer hat die Marketingrechte an dem Medikament außerhalb der USA.
Der Halbleiterhersteller Elmos will die Fertigung von Ausgangsmaterial für die Chip-Produktion, sogenannte Wafer, am Standort Dortmund an den US-Konzern Littelfuse verkaufen.