Nachdem der dt. Leitindex zwischenzeitig unter die Kernhaltezone bei 15.600/15.700 Punkten gerutscht ist, hat sich das charttechnische Bild im DAX deutlich eingetrübt. Neben den wieder aufgeflammten Zins- und Rezessionsängsten in den USA und Europa kamen zuletzt noch Sorgen vor einer möglichen Deflationsspirale in China hinzu. Experten rechnen damit, dass sich Anleger für längere Zeit auf hohe Leitzinsen einstellen müssen. Die zuletzt guten Arbeitsmarktdaten der USA dürften die Notenbank Fed in ihrem Kurs bestätigen, die Leitzinsen weiter zu erhöhen. Nach einer Berg- und Talfahrt hatten die US-Leitindizes zum Wochenende mit Verlusten den Handel beendet. Der Dow Jones ging mit einem Minus von 0,6 % auf 33.734 Punkten ins Wochenende und der S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,3 % auf 4.398 Zähler. Die Technologiebörse Nasdaq gab 0,1 % auf 13.660 Stellen nach. In China mehren sich derweil die Warnzeichen einer drohenden Deflation: Die chinesischen Erzeugerpreise fielen im Juni so schnell wie seit Jahren nicht mehr und blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Verbraucherpreise blieben derweil unverändert.
Eine Herabstufung der Schweizer Großbank UBS hat dem Kurs von Scout24 vorübergehend zu schaffen gemacht. Der Wohnimmobilienmarkt stehe weiterhin unter Druck, teilten die Analysten als Begründung mit.
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB will den Triebwerksschaden einer Boeing Maschine des Typs 737-900 MAX der United Airlines untersuchen. In der vergangenen Woche leuchtete nach der Landung der Maschine eine Feuerwarnleuchte auf. Das Flugzeug wurde zum Gate geschleppt, wo das Wartungspersonal Spuren eines Treibstoffflecks sowie Hitzeschäden feststellte. Weder United Airlines noch Boeing wollten sich bisher zu dem Vorfall äußern.
Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will nach einem verlorenen Patentstreit um sein Herzmedikament Entresto in den USA in Berufung gehen. Der Konzern teilte mit, eine Widerrufung des Urteils des Bundesbezirksgerichts zu beantragen, um die Gültigkeit des Patents aufrechtzuerhalten.
Laut Zahlen vom Kraftfahrt-Bundesamt wurden von Januar bis Juni 36.400 Teslas und 34.400 reine Stromer der Marke VW neu zugelassen. Damit hat Tesla im Kampf um den Spitzenplatz im deutschen Elektroautomarkt zwar erneut die Nase vorne, doch der Vorsprung auf Platzhirsch VW schmilzt.
Europas größte Direktfluggesellschaft Ryanair will auch ihr künftiges Wachstum vor allem außerhalb Deutschlands organisieren. "Mit seinen hohen Kosten sticht Deutschland als Markt nicht gerade hervor. Wir stationieren unserer Flugzeuge lieber in Italien, Spanien oder anderen Standorten, in denen wir niedrigere Zugangskosten haben", sagte die Ryanair-Repräsentantin für den deutschsprachigen Raum, Annika Ledeboer.