Die Aussichten auf weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed sowie der Handelsstreit zwischen den USA und China drückte zuletzt auf die Stimmung der Anleger. Der DAX rutschte zwischenzeitig wieder unter die 16.000 Punkte-Marke. Vor allem die Veröffentlichung des letzten Sitzungsprotokolls der Fed sorgte für Zurückhaltung. Demnach sehen die US-Währungshüter bei den Zinsen noch Luft nach oben. Beinahe alle Mitglieder im geldpolitischen Ausschuss erwarteten weitere Anhebungen im Jahresverlauf, hieß es. Fed-Chef Jerome Powell hatte bereits Ende Juni erklärt, dass die meisten Entscheidungsträger der Notenbank von mindestens zwei weiteren Zinserhöhungen bis Jahresende ausgingen. Anleger behalten auch den sich zuspitzenden Handelsstreit zwischen den USA und China im Blick. US-Finanzministerin Janet Yellen reist inmitten des Konflikts in die Volksrepublik. Chinesische Wirtschaftsdaten fielen zuletzt schwach aus: Die Dienstleistungsaktivitäten wuchsen im Juni mit dem langsamsten Tempo seit fünf Monaten, was die Sorgen der Investoren bezüglich einer Erholung der Weltwirtschaft schürte. Außerdem trübten Exportkontrollen für bestimmte im Chipsektor benötigte Rohstoffe bereits in den USA die Kauflaune. Zur Wochenmitte hatten die US-Leitindizes einige Punkte abgeben müssen. Der Dow Jones verlor 0,4 % auf 34.289 Punkte. Die Technologiebörse Nasdaq gab 0,2 % auf 13.792 Zähler nach und der S&P 500 büßte ebenfalls 0,2 % auf 4.447 Stellen ein.
Die Aktien der Thyssenkrupp-Wasserstofftochter Nucera werden zu je 20 € ausgegeben, teilte das Unternehmen mit. Es wird damit mit 2,53 Mrd. € bewertet. Das Emissionsvolumen beläuft sich auf 605 Mio. €, 526 Mio. € davon fließen Thyssenkrupp Nucera zu. Das Unternehmen will das Geld vor allen in den Ausbau des Elektrolyse-Geschäfts stecken. Die Erstnotiz an der Frankfurter Börse ist für den 7. Juli geplant.
Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat seien Twitter-Konkurrenten Threads an den Start gebracht. Die Anwendung wurde in der Nacht zum Donnerstag in den USA und Dutzenden anderen Ländern freigeschaltet. In Deutschland und den anderen EU-Staaten wird Threads zunächst nicht verfügbar sein – der Konzern verweist auf noch offene regulatorische Fragen.