Am Hexensabbat, dem großen Verfallstag der Börse am Freitag erreichte der DAX bei 16.427 Punkten ein neues Rekordhoch. Dieses gilt es zu Wochenbeginn zu verteidigen. Es ist gut möglich, dass das Treiben der Terminmarktakteure den Sprung des DAX auf ein frisches Allzeithoch maßgeblich befördert hatte. Mit dem Start in die neue Woche lässt der Rückenwind vom Terminmarkt nach, nun braucht es "echte" Käufer, um den Ausbruch auf ein neues Rekordhoch zu bestätigen. Andernfalls droht eine Bullenfalle im DAX, also ein Fehlausbruch auf der Oberseite. Experten rechnen heute aber zunächst mit einem ruhigen Handel im DAX. Schließlich bleiben wegen eines Feiertags in den USA die Börsen in New York geschlossen, Impulse von der Wall Street bleiben somit aus. Zum Wochenschluss hatten die US-Leitindizes schwächer tendiert.
Unternehmensseitig gilt das Interesse der Anleger der über die gesamte Woche laufenden Paris Air Show mit Neuigkeiten etwa von Airbus, Boeing, MTU, Rolls-Royce und Safran. Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus hat bereits vor dem Beginn der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris Hoffnung auf Geschäfte wie vor der Coronapandemie. Bei der Show komme die Begeisterung aus den guten alten Zeiten zurück, sagte Airbus-Chef Guillaume Faury vor Journalisten in Paris.
Der anhaltende Abbau von Lagerbeständen bei Kunden nach der Coronapandemie und die allgemeine schwache Nachfrage belasten Sartorius stärker als bisher gedacht. Der Pharma- und Laborausrüster senkte seine Prognosen für den Umsatz und die Profitabilität im laufenden Jahr deutlich. So rechnet der Konzern jetzt mit einem Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren Zehner-Prozentbereich statt eines leichten Wachstums.
Die Aktien des Wirkstoffforschers Evotec, des Anlagenbauers Krones, der Software AG und der Redcare Pharmacy (vormals Shop Apotheke) werden von heute an im MDAX zu finden sein. Sie verdrängen die folgenden vier Unternehmen aus dem Index der mittelgroßen Werte in den SDAX: den Immobilienkonzern Aroundtown, den Telekommunikationsanbieter United Internet, den Waferhersteller Siltronic sowie den US-Telekomausrüster Adtran.
Der chinesische Elektroautoriese BYD will seine Marktanteile in Deutschland kräftig ausbauen. "Wir wollen mittelfristig schon rund fünf bis zehn Prozent in dem Elektrosegment haben", sagte der Vertriebschef für Deutschland, Lars Pauly. Einen Zeitpunkt nannte er nicht. Bis Ende Mai wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt 165 BYD-Autos zugelassen. Insgesamt waren es in Deutschland seit Jahresbeginn 1,1 Millionen.