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DAX nach EZB-Sitzung stärker

Stimmungswechsel an der Wall Street

Nachdem der dt. Leitindex zeitweise bis auf 15.100 Punkte abgesackt war, setzte er im bisherigen Handelsverlauf seinen Erholungstrend fort. Nach der Sitzung der Europäischen Zentralbank EZB erreichte der DAX vorübergehend erneut seit bisheriges Tageshoch bei 15.295 Zählern. EZB-Chefin Christine Lagarde erwartet eine kräftige Erholung im laufenden Jahr. In den USA verkündete US-Präsident Joe Biden das 100-Tage-Ziel von 200 Mio. verabreichten Impfdosen bereits erreicht zu haben. Zudem verkündete Biden eine neue Phase der Impfkampagne, in welcher sich nun alle Bürger ab 16 Jahren impfen lassen können. Die damit verbundene wirtschaftliche Erholung gab den Leitindizes Schub. DerDow Jones überwand erneut die Marke von 34.000 Punkten und legte insgesamt 0,9 % zu. Der S&P 500 ging bei 4.173 Zählern aus dem Handel und die Technologiebörse Nasdaq rückte 1,2 % vor. 

Der französische Autokonzern Renault fährt den deutschen Konkurrenten hinterher. Da der Konzern kaum in China vertreten ist, profitierte der Konzern nicht von dem dortigen Nachfrageanstieg und musste das 5. Quartal in Folge einen Umsatzrückgang hinnehmen. Auch der Aktienkurs fuhr vorerst gen Süden.

Trotz der weltweiten Rekordjagten musste der Frankfurter Börsenbetreiber Dt. Börse im Q1 einen Gewinnrückgang von 14 % im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Die Nettoerlöse setzten um 7 % zurück und das Ebitda verlor im Jahresvergleich 12 %. Dennoch zeigte sich Finanzchef Gregor Pottmeyer zuversichtlich: "Da wir diese Entwicklung bei der Prognose für das laufende Geschäftsjahr antizipiert haben, sind wir auch zuversichtlich, unsere Wachstumsziele 2021 zu erreichen". In den ersten 3 Monaten des vergangenen Jahres hatte der Konzern von den massiven Kursauschlägen nach oben und unten aufgrund der Unsicherheiten wegen der Coronapandemie. 

Der US-Telekomkonzern Verizon konnte im Q1 ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus verzeichnen. Dennoch bekam der Konzern auch den Konkurrenzkampf mit T-Mobile US und AT&T zu spüren. Verizon verlor 170.000 Mobilfunkvertragskunden und verfehlte damit die Markterwartungen. 

Aufgrund enttäuschender Neukunden-Zahlen kam es beim Streaming-Giganten Netflix zu Gewinnmitnahmen und die Aktie geriet zeitweise kräftig unter Druck. 

Der Online-Modehändler Zalando konnte mit seinen Zahlen für das erste Jahresviertel überzeugen. Der Umsatz legte ersten Berechnungen zufolge um 46 bis 48 % zu. Und auch das bereinigte Ebit wird in der Bandbreite von 80 bis 100 Mio. € anvisiert. Im Vergleichszeitraum schlug hier noch ein Verlust in Höhe von –99 Mio. € zu Buche. 

Die weltweite Chip-Knappheit veranlasste den Halbleiter-Ausrüster ASML seinen Ausblick für das laufende Jahr nach oben zu schrauben. Auch dank einer starken Nachfrage nach Produktionsmaschinen und Software-Upgrades rechent der Konzern mit einem Umsatzplus von bis zu 30 %. Bisher wurde ein Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. 

Dank starker Verkaufszahlen, vor allem der Marke Gucci, konnte der Luxusmodehändler Kering einen Umsatzanstieg von 21 % verzeichnen. Für die Aktie ging es zeitweise deutlich bergauf. 

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