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DAX hält Rekord im Blick

Kaufimpulse fehlen

Zu Wochenmitte hält der DAX das gestern erreichte Rekordhoch bei 15.568 Punkten im Blick – aktuell fehlt es jedoch an Kaufimpulsen. Schwache Daten zum Verbrauchervertrauen in den USA hatten den Handel an der Wall Street gestern belastet. Demgegenüber steht jedoch eine schwindende Furcht vor einer vorzeitigen Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed, welche in der vergangenen Woche die Leitindizes belastet hatte. Auch in Europa dürfte die Europäische Zentralbank bei ihrer lockeren Geldpolitik bleiben. Notenbank-Direktor Fabio Panetta erklärte in einem Interview, dass er bisher keinen Grund sehe, die billionenschweren Notfall-Anleihenkäufe zu drosseln. "Aus meiner Sicht rechtfertigen die Bedingungen, die wir heute sehen, es nicht, die Geschwindigkeit der Käufe zu verringern", so Panetta. 

Der im DAX notierte Essenslieferdienst Delivery Hero verkauft sein Balkan-Geschäft. Das Geschäft in Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Montenegro, Rumänien und Serbien geht an den spanischen Konkurrenten Glovo, teilte der Konzern mit. Der Preis soll sich auf 170 Mio. € belaufen. 

Gemeinsam mit den Partnern Equinor und Hydro REIN will der Energiekonzern RWE einen Windpark in der norwegischen Nordsee bauen. Es wurde bereits ein Kooperationsvertrag unterzeichnet, so das Unternehmen.

Der britische Einzelhändler Marks & Spencer litt unter den Lockdown-Maßnahmen im Zuge der Pandemie. Im im April abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/21 sank das Vorsteuerergebnis um 88 %. Das Nettoergebnis rutschte mit –209,4 Mio. £ sogar in den roten Bereich. Im Vorjahr erwirtschaftete das Unternehmen noch einen Gewinn in Höhe von 67,2 Mio. £. Während der Lebensmittelverkauf um 1,3 % zulegte brach der Verkauf von Kleidung um über 31 % ein.

Im DAX steht die Großfusion der beiden Immobilienkonzerne Vonovia und Dt. Wohnen weiter im Fokus. Die überwiegende Mehrheit der Investoren nimmt die Pläne der beiden Konzerne positiv auf, obwohl Vonovia etwas Boden gutmachen musste. 

Beim Baustoffekonzern Heidelbergcement sorgte der lukrative Verkauf von Aktivitäten in den USA zuletzt noch für einen kleinen Kursgewinn. 

Für die Lufthansa haben die Konflikte mit Belarus Auswirkungen auf ihren Flugplan. Die Airline fliegt ab sofort keine Direktverbindungen mehr nach Minsk. An der Börse hat dies vorerst keine allzu negativen Spuren hinterlassen. 

Die Anteilsscheine von Flatexdegiro sprangen dank ehrgeiziger mittelfristiger Ziele auf ein Rekordhoch, dass zunächst auch zu halten scheint. 

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