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DAX wird etwas vorsichtiger

Hoffen auf Notenbanken

Nachdem der deutsche Leitindex gestern noch im Plus schließen konnte, geben sich die Anleger zur Mitte der Woche wieder etwas vorsichtiger und ziehen den DAX zunächst ins Minus. Die Aktienmärkte wurden gestern vor allem von der Hoffnung getrieben, dass die Notenbanken angesichts eines drohenden Konjunkturabschwungs langsamer an der Zinsschraube drehen. Diese Hoffnung hat am Abend auch die Börsen an der Wall Street befeuert. Auch die Arbeitsmarktdaten aus den USA sorgten bie der Wall Street für gute Aussichten. Allerdings bleiben hierzulande die Investoren nach wie vor vorsichtig.

Ja, Nein, Ja, Nein...und jetzt anscheinend doch Ja:  Nach einem monatelangen Nervenkrieg will US-Milliardär Musk den Online-Dienst Twitter nun doch kaufen. Sein Anwalt schrieb in einem gestern von der US-Börsenaufsicht SEC veröffentlichten Brief an Twitter, die Übernahme solle zu den im April beschlossenen Bedingungen vollzogen werden. Als Voraussetzung verlangt der Chef des Elektroautobauers Tesla aber ein Ende des laufenden Rechtsstreits mit Twitter über die Übernahme. Der Kauf soll zu dem ursprünglich von Musk angebotenen Preis von 54,20 $ pro Aktie stattfinden. 

Der US-Erdölriese Exxon Mobil sieht seine Rekordgewinne der letzten Quartale aufgrund von niedrigeren Ölpreisen, Raffinerie- und Chemiegewinnspannen schwinden. Entsprechend negativ wurden die Meldungen auch am Markt aufgenommen. 

Frankreich hat das Verfahren zur kompletten Verstaatlichung des Stromkonzerns EDF eingeleitet. Der Staat habe ein vereinfachtes öffentliches Übernahmeangebot eingereicht, was ein erster Schritt ist, um EDF von der Börse zu nehmen. Bislang ist EDF bereits zu
84 % in Staatshand. Mit dem Schritt soll der angestrebte Ausbau der Atomkraft in Frankreich sichergestellt werden. Präsident Emmanuel Macron hatte im März angekündigt, EDF wieder vollständig verstaatlichen zu wollen.