Der deutsche Leitindex zeigt sich auch zur Mitte der Woche zunächst ohne große Ausbrüche nach oben oder unten. Das schwierige Umfeld lädt nicht gerade zu Aktienkäufen ein. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, stellte die Märkte bei einer Konferenz der Notenbank in Portugal auf eine erneute Anhebung der Leitzinsen im Juli ein. Dies kommt bei aktuell schwacher Wirtschaftsstimmung besonders ungelegen.
Schwierig geht es heute indes weiter für Papiere aus dem Pharma- und Medizintechnikbereich. Sartorius fielen bereits gestern auf den tiefsten Stand seit Juni, nachdem man jüngst die Anleger mit einer Gewinnwarnung verprellt hatte. Fresenius Medical Care (FMC) sanken ebenfalls zunächst weiter ab. Gründe sind schlechte Nachrichten aus den USA: Eine Erhöhung der Erstattung von Dialyse-Behandlungskosten im Rahmen des staatlichen Medicare-Programms fiel niedriger aus als von Experten erwartet.
Nach einer Abstufung durch das Bankhaus Metzler ging es zudem für die Aktien von Carl Zeiss Meditec nach unten. Ähnlich schwach waren Gerresheimer. Eine Gewinnwarnung der US-Apothekenkette Walgreens Boots Alliance trübte die Stimmung im Sektor zusätzlich.
Synlab waren hingegen Ausreißer. Es kam am Markt gut an, dass der Labordienstleister seine Aktivitäten in der Schweiz an das australische Unternehmen Sonic Healthcare verkaufte.