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DAX zur Wochenmitte etwas schwächer

Fed-Geldpolitik drückt auf Stimmung

Der DAX erhält aktuell kaum positive Signale. Hinzu kamen nun auch die ersten Daten zu den Industrieaufträgen in Deutschland. Diese bestätigten das Bild einer konjunkturellen Eintrübung im Vorfeld und zu Beginn des Ukraine-Krieges. Gegenüber Januar gingen die Bestellungen um 2,2 % zurück, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Experten hatten nur mit einem Minus von 0,2 % gerechnet. Der Auftragsrückgang in der Industrie in Deutschland sei eigentlich "leicht zu verschmerzen". Denn der Auftragsbestand liege noch immer mehr oder weniger auf Rekordhöhe. Davon abgesehen, seien gut gefüllte Auftragsbücher kein Garant für eine ebenso gut laufende Konjunktur. Solange Rohstoffe und Vorprodukte fehlen, wird der Auftragseingang immer mehr zu einer Größe ohne praktische Relevanz.

Dass in den USA die designierte Vizechefin der Fed, Lael Brainard, eine entschlossene Straffung der Geldpolitik signalisierte, könnte dagegen auch deutsche Anleger stärker beunruhigen. Sie nannte die Verringerung des Inflationsdrucks "vorrangig" und sprach von einer "Serie" an Zinserhöhungen. Ab Mai wolle die Fed mit einer raschen Verringerung der Bilanzsumme beginnen. 

Für Ströer ging es zuletzt nochmals nach unten. Vor allem die Marktunsicherheiten vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise lassen Investoren hier zunächst aussteigen. 

Der Solar- und Windparkbetreiber Encavis gab jüngst den Kauf des dänischen Windparks Svoldrup mit einer Leistung von 11,5 Megawatt bekannt. Über den Kaufpreis machte das Unternehmen keine Angaben.

Das milliardenschwere Übernahmeangebot der US-Fluggesellschaft JetBlue Airways für die Konkurrentin Spirit Airlines stützt auch die Lufthansa-Aktie im MDAX. Derweil hat am Frankfurter Flughafen ein 24-stündiger Warnstreik einer Tochter der Lufthansa Cargo begonnen.