Zürich – Millionen an Ordnungsgeldern soll die Versand-Apotheke in Deutschland nicht gezahlt haben. Nun ließ die Apothekerkammer Nordrhein die Konten des Konzerns in den Niederlanden pfänden.
Grund für die Auseinandersetzung ist eine Preiswerbung des Versenders. Bereits 2020 hatte das Landgericht Stuttgart DocMorris bestimmte Preisangaben untersagt. Weil der Konzern die beanstandete Werbung nach Angaben der Apothekerkammer dennoch fortsetzte, verhängte das Gericht weitere Ordnungsgelder. Im Juli 2024 wurden einem Bericht zufolge zunächst
50.000 € fällig. Das Oberlandesgericht Stuttgart wies die Beschwerde der Schweizer im Dezember desselben Jahres zurück. Der Beschluss wurde damit rechtskräftig. Doch die Werbung lief weiter: Im April 2025 verhängte das Landgericht Stuttgart ein weiteres Ordnungsgeld von 60.000 €. Im Oktober folgten weitere 100.000 €. Auch dieser Beschluss ist inzwischen rechtskräftig. Nach Angaben der Anwälte der Apothekerkammer Nordrhein wurden darüber hinaus in den vergangenen Jahren Ordnungsgelder in Millionenhöhe nicht bezahlt, wie es aus Insiderkreisen heißt. Ein niederländischer Gerichtsvollzieher pfändete daraufhin Konten von DocMorris und konnte einen Teil der offenen Summe eintreiben.
Weitere Details wurden bisher allerdings nicht bekannt.
Noch kann sich die DocMorris-Aktie weitgehend halten. Wem die Situation jedoch zu heiß wird, sichert Gewinne ab und steigt hier aus; (B).