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EDF kämpft mit Hitzewelle

Paris – Europa befindet sich mitten in einer der schlimmsten Hitzewellen der vergangenen Jahre. Dies setzt auch dem französischen Stromriesen EDF (Electricité de France) zu. Wegen der Hitze und der Trockenheit standen zuletzt so wenige Kapazitäten des von ihm in Frankreich betriebenen Atomkraftwerkparks zur Verfügung wie nie zuvor. Der staatliche Konzern will deshalb in den kommenden 15 Jahren fast 9 Mrd. € investieren, um Reaktoren und Wasserkraftwerke besser gegen den Klimawandel zu wappnen.

Im vergangenen Jahr stammten fast 90 % des produzierten Stroms aus den 57 von ihm betriebenen Reaktoren und 10,2 % aus Staudämmen. Für beides ist Wasser unerlässlich – zum Kühlen der Atomkraftwerke (AKW) und für den Betrieb der Wasserkraftwerke. In dieser Woche  musste der Stromkonzern bereits drei von sechs Reaktoren in dem zwischen Calais und Dünkirchen am Ärmelkanal gelegenen AKW Gravelines stoppen. Zwar war hierfür eine Quallenplage der Grund, doch auch die Ausbreitung der Tiere in den vergangenen Jahren ist eine direkte Folge des Klimawandels. 

EDF muss sich we viele andere Energiekonzerne derzeit mit der extremen Hitze und Trockenheit auseinandersetzen. Angesichts der Entwicklung der vergangenen Jahre dürfte dies jedoch nur noch schlimmer werden, daher sind die geplanten Investitionen der Franzosen ein wichtiger Schritt; (B+).