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EnBW verdient weniger

Weniger Einnahmen unter anderem infolge des geplanten Kohleausstiegs sowie bei Laufwasserkraftwerken wegen Trockenheit belasten den Energieversorger in der 1. Jahreshälfte. Während der Außenumsatz auf 19,1 (17,5) Mrd. € kletterte, gab das bereinigte Ebitda auf 2,3 (2,4) Mrd. € nach. Der Konzernüberschuss sank in den ersten 6 Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als die Hälfte auf 223,1 Mio. €.

Negativ schlugen laut Halbjahresfinanzbericht auch Bewertungseffekte mancher Sicherungsgeschäfte zu Buche, die EnBW wegen Preisschwankungen vornimmt. Da diese Effekte zeitlich begrenzt seien und sich wieder umkehrten, spiegeln sie den Angaben nach nicht die wirtschaftliche Realität wider. Positiv wirkte sich laut Mitteilung indes aus, dass mehr Strom durch Wind- und Solarparks erzeugt wurde. Ein Plus verzeichnete auch der Bereich E-Mobilität.

Die Entwicklung in den ersten sechs Monaten liegt den Angaben nach im Rahmen der Erwartungen. Auch die Jahresprognose lässt der Karlsruher Konzern unverändert. Die EnBW erwartet weiter ein bereinigtes Ebitda zwischen 4,6 und 5,1 Mrd. €. Damit dürfte es leicht unter dem Vorjahresergebnis von knapp 5,1 Mrd. € liegen. Die Bruttoinvestitionen gingen im 1. Halbjahr gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 um mehr als ein Fünftel auf gut 2,4 Mrd. € zurück. Das Geld sei vorwiegend in den Ausbau der Strom- und Gasnetze geflossen, in Windprojekte im Meer und den Bau wasserstofffähiger Gaskraftwerke. "Die EnBW befindet sich mitten im größten Investitionsprogramm ihrer Unternehmensgeschichte", erklärte Finanzvorstand Thomas Kusterer. Für das 2. Halbjahr kündigte er Investitionen von rund 4,4 Mrd. € an.

Bei EnBW drängt sich derzeit kein Investment auf; (B–).