New York – Der US-Techgigant Google muss wegen Verstößen gegen die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) mehr als 400 Mio. € Strafe zahlen. Das teilte die irische Datenschutzkommission DPC mit. Demnach geht es um den Umgang mit Standortdaten von Nutzern zwischen 2018 und 2020.
Beanstandet wurde die Verarbeitung der Standortdaten in den Bereichen Web- und App-Aktivitäten, Standortverlauf und Standortgenauigkeit.
Betroffene Personen seien sich möglicherweise nicht darüber im Klaren gewesen, dass ihre Standortdaten beispielsweise dazu verwendet wurden, sie mit Werbung zu beeinflussen oder Rückschlüsse auf ihre Interessen zu ziehen, und dass sie die Kontrolle über ihre persönlichen Daten verlieren konnten, so der stellvertretende Leiter der Behörde, Graham Doyle. Dass die Standortdaten der Nutzer länger als erforderlich gespeichert wurden, habe diesen Kontrollverlust verschärft.
Ein Google-Sprecher teilte dazu mit, es gehe um frühere Praktiken, die inzwischen aktualisiert worden seien. "Seit 2019 haben wir unsere Verfahren umfassend weiterentwickelt und leistungsfähige Tools eingeführt, mit denen sich Standortdaten einfach verwalten lassen", so der Sprecher weiter.
Für die Alphabet-Tochter ist dies jedoch nicht die erste Strafe. Entsprechend verhalten fiel die Reaktion am Markt aus. Hier gibt man nach wie vor keine Stücke aus der Hand; (B+).