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Hapag Lloyd hohe Frachtraten

Die deutlich gestiegene Nachfrage während der Pandemie bei einer gleichzeitigen Verknappung der Transportkapazitäten führten bekanntlich auch bei der fünftgrößten Containerreederei im 1. Halbjahr zu einem Gewinnsprung. Doch inzwischen findet auch Konzernchef Rolf Habben Jansen die Entwicklung zu extrem. 

 

Zwar seien die Frachtraten während der Schifffahrtskrise der vergangenen Jahre viel zu niedrig gewesen. So sind etwa für einen Container von Asien nach Südamerika zeitweise nur 50 bis 200 $ bezahlt worden. Dass jetzt aber gleich Tausende $ für den Transport eines Containers aufgerufen werden, sei zu viel. „So starke Schwankungen sind schlecht fürs Geschäft.“

Habben Jansen hofft, dass sich die Lage bis nach dem chinesischen Neujahrsfest am 1. Februar 2022 wieder etwas beruhigt. Gleichzeitig bereite sich die Reederei auf die Zeit nach dem Boom vor und setzt hier vor allem auf die Digitalisierung. „Es gibt noch relativ viel manuelle Arbeit in dieser Industrie, das macht es nicht einfacher.“

Außerdem wird die Erneuerung der Flotte in Angriff genommen. So wurden 12 neue Großcontainerschiffe mit einer Kapazität von jeweils mehr als 23 500 Standardcontainern bestellt. Sie sollen ab der 2. Jahreshälfte 2023 ausgeliefert werden.

Hapag Lloyd befindet sich nach wie vor auf Erfolgskurs; (B+).

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