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Hoffen auf Notenbanken

Frische Impulse für den DAX dürften die Zinsentscheide der Notenbanken Fed und EZB in dieser Woche geben.  Zuvor hielten sich die Anleger einmal mehr zurück und der dt. Leitindex pendelte weiterhin um die Marke von 16.000 Punkten. Zur Wochenmitte steht die Zentralbnakentscheidung der US-Notenbank Fed an und Donnerstag berät sich dann noch die Europäische Zentralbank. Vor allem das Treffen der amerikanischen Notenbanker wird mit Spannung erwartet, da es zu ener ersten Pause bei den Zinsschritten kommen könnte. Die Aussicht auf die Zinsentscheidungen der großen Notenbanken in der neuen Woche hatte die Anleger an der Wall Street zum Wochenschluss vorsichtig gestimmt. Der Dow Jones schloss 0,1 % höher auf 33.876 Zählern. Die Technologiebörse Nasdaq rückte 0,2 % auf 13.259 Punkte vor und der S&P 500 legte 0,1 % auf 4.298 Stellen zu. 

Ein positiver Analystenkommentar und eine Kurszielanhebung gaben dem Kurs des Sportartikelherstellers Adidas am Morgen zwischenzeitig Rückenwind. Zeitweise sprang der Kurs sogar auf ein 3-Wochen-Hoch. 

Der Traditionskonzern Thyssenkrupp könnte seine Wasserstoff-Tochter Nucera noch vor der Sommerpause an die Börse bringen, sofern das Marktumfeld mitspiele, hieß es von Konzernseite. Die Erlöse sollen asich auf 500 bis 600 Mio. € belaufen und die Essener wollen langfristig die Mehrheit an der Tochter behalten. 

Die VW-Lkw-Tochter Traton rechnet für die angedachte Abgasnorm Euro 7 mit Mehrkosten in Milliardenhöhe. "Man bürdet uns für den Fall, dass das Gesetz so kommt wie jetzt geplant, enorme Kosten von grob geschätzt rund 1 Mrd. € in der Gruppe für die Investition in eine auslaufende Technologie auf, obwohl wir vor einer gewaltigen Transformation stehen", sagte der Chef der Traton-Marke MAN, Alexander Vlaskamp, in einem Interview.

Der Bildverarbeitungsspezialist Basler hat seine Finanzkraft mit dem Verkauf eigener Aktien erneut gestärkt. Am Freitag seien 500.000 Anteilscheine für je 19,25 € veräußert worden, teilte das im SDAX notierte Unternehmen mit. Insgesamt nimmt Basler damit brutto knapp 10 Mio. € ein. Zuletzt hatte das Unternehmen Mitte Mai eigene Aktien verkauft, damals noch zu einem Stückpreis von 20,40 €.

Wegen eines mutmaßlichen Impfschadens verhandelt das Landgericht Hamburg heute über eine Schadenersatzklage gegen den Mainzer Impfstoffhersteller BioNTech. Es ist die bundesweit erste mündliche Verhandlung in solch einem Verfahren wegen des BioNTech-Impfstoffs Comirnaty. Die Klägerin sagt, sie leide seit und infolge der Impfung an Beschwerden wie Schmerzen im Oberkörper, Schwellungen der Extremitäten sowie Erschöpfung, Müdigkeit und Schlafstörungen.

In den vom Elektroautobauer Tesla angezettelten Preiskampf steigt nun auch der chinesische Hersteller Nio ein. Das Unternehmen werde ab dem 12. Juni die Preise für alle Modelle um umgerechnet knapp 4.000 € senken, teilte Nio mit. Im Zuge der Kostensenkung werde der kostenlose Batterietausch gestrichen. Nio hatten den Service bislang bis zu viermal pro Monat angeboten.

In der Schweiz hat die Großbank UBS die Übernahme der angeschlagenen Rivalin Credit Suisse unter Dach und Fach gebracht. "Heute erreichen wir einen wichtigen Meilenstein", hieß es in einem in mehreren Zeitungen veröffentlichten offenen Brief der UBS. "Wir haben den rechtlichen Abschluss der Übernahme von Credit Suisse vollzogen." Mit dem Deal entsteht ein Bankenriese mit verwaltetem Vermögen von über 5 Bill. $.

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis baut sein Geschäft mit einem Milliardenzukauf in den USA aus und übernimmt für bis zu 3,5 Mrd. $ die Firma Chinook Therapeutics. Das Biotech-Unternehmen mit Sitz in Seattle entwickelt Novartis zufolge zwei Medikamente gegen seltene, schwere chronische Nierenerkrankungen.