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J&J mit Strafzahlung

New York – Im Verfahren um mutmaßlich asbestverseuchtes Talkumpuder hat der US-Konzern einen weiteren Rückschlag erlitten. Ein Geschworenengericht in Portland sprach der Klägerin und ihrem Ehemann jüngst 60 Mio. $ Schadenersatz und eine Strafzahlung von 200 Mio. $ zu. Das Unternehmen sieht sich in den USA mit mehr als 61.000 Klägern wegen seines Talkum-Puders konfrontiert. J&J strebt weiterhin eine Vergleichszahlung in Höhe von 6,48 Mrd. $ für die meisten der gegen das Unternehmen anhängigen Talkum-Klagen im Rahmen eines Insolvenzverfahrens an. Zwei frühere Versuche des Unternehmens, die Fälle im Rahmen eines Insolvenzverfahrens beizulegen, wurden von den Gerichten zurückgewiesen.

Bislang sind die Urteile in den Verfahren unterschiedlich ausgefallen. Eines der wichtigsten Urteile stammt aus dem Jahr 2021, in dem 22 Frauen mit Eierstockkrebs 2,1 Mrd. $ zugesprochen wurden. Im April gewann J&J einen Prozess, wurde aber in einem Mesotheliom-Fall zur Zahlung von 45 Mio. $ verurteilt.

Die Verfahren dürften noch einige Zeit den J&J-Kurs beeinflussen. Auf lange Sicht bleibt der Wert allerdings erfolgversprechend. Daher hält man hier vorerst die Füße still; (B+).