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Katerstimmung bei Pernod Ricard

Paris – Ein erneuter Absatzeinbruch in den USA und China sorgt beim französischen Spirituosenkonzern für Ernüchterung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind die Erlöse organisch um 3,9 % auf 9,4 Mrd. € gesunken, der dritte Rückgang in Folge. Besonders schlecht ist es in den Schlüsselmärkten USA mit einem Minus von 14 % gelaufen und in China mit einem Rückgang um 19 %. Das operative Ergebnis aus fortlaufenden Geschäften brach um 18 % auf 2,4 Mrd. € ein. Die Dividende soll mit 4,70 € je Aktie gleichwohl stabil bleiben.

Der Hersteller von Absolut-Wodka und Martell-Cognac, der bereits ein milliardenschweres Sparprogramm aufgelegt hat, rechne bis 2029 nur noch mit einem Wachstum am unteren Ende seiner Zielspanne von 3–6 %. Firmenchef Alexandre Ricard rechne nicht damit, dass der US-Markt vor 2029 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehrt. Für das laufende Bilanzjahr stellte er daher einen lediglich weitgehend stabilen Umsatz in Aussicht. In China sei derweil eine vorsichtige Besserung der Konsumlaune spürbar, sagte Ricard im Reuters-Interview. Er erklärte zudem, Anträge auf Rückerstattung von US-Zöllen gestellt zu haben. Darüber hinaus gebe es Pläne, das Geschäft in Indien möglicherweise an die Börse zu bringen. „Wir werden uns aber alle Optionen offen halten.“

Pernod Ricard kann derzeit nicht wirklich überzeugen. Hier bleibt man zunächst am Seitenrand; (B).