New York – Der weltweite Ausbau der Halbleiter-Produktion hat dem US-Konzern zu höheren Erlösen verholfen. Das Unternehmen steigerte den Umsatz im Geschäftsjahr 2024/25 (per Ende Oktober) um 4 % auf 28,37
Mrd. $. Operativ verbesserte sich das Ergebnis von 7,87 Mrd. auf 8,29 Mrd. $. Nach Steuern ging der Gewinn indes leicht auf 6,99 (7,18) Mrd. $ zurück. Die Belastung durch die verschärften US-Exportregeln gegenüber China drückten weiterhin auf das Geschäft.
Für das Auftaktquartal 2025/26 stellte Applied Materials einen Umsatz von 6,35 bis 7,35 Mrd. $ in Aussicht. Der Gewinn werde voraussichtlich zwischen 1,98 und 2,38 $ je Aktie liegen. Finanzchef Brice Hill stellte zudem für die 2. Jahreshälfte 2025/26 ein beschleunigtes Wachstum in Aussicht. Ab diesem Zeitpunkt seien die zusätzlichen Produktionskapazitäten einsatzbereit, so der Manager.
Wie dem Rest der Branche machen Applied Materials die US-Beschränkungen für Hochtechnologie-Exporte nach China zu schaffen. Die Umsatzeinbußen für das abgelaufene Quartal hatte das Unternehmen vor gut einem Monat auf 110 Mio. $ taxiert. Im Gesamtjahr 2025/26 würden sich die Belastungen voraussichtlich auf 600 Mio. $ summieren. Darüber hinaus kündigte der US-Konzern den Abbau von 1.400 Stellen an. Konzernchef Gary Dickerson gab zudem an, er erwarte 2026 auf dem chinesischen Markt einen Rückgang der Investitionen in Chip-Maschinen.
Nach der Aufholjagd werden bei Applied Materials derzeit Gewinne abgesichert. Dies ist angesichts der mauen Aussichten durchaus angebracht; (B).