EffectenSpiegel-NeuesausUnternehmen-Ketchupflaschen
@GettyImages

Kraft Heinz treibt Umbau voran

New York – Kraft Heinz hat im abgelaufenen Jahresviertel einen geringeren Gewinn und Umsatz verzeichnet, aber die Umsatzprognose dennoch angehoben. Das Unternehmen will damit höhere Beschaffungskosten durch Preiserhöhungen abfedern. Der Hersteller von Heinz Ketchup, Philadelphia Frischkäse oder Marken wie Jell-O und Lunchables meldete für die vergangenen 3 Monate einen Erlöserückgang auf 6,26 (6,35) Mrd. $. Der Umsatz in Nordamerika ging um 2,7 % zurück, während er in den internationalen Industrieländern um 3,5 % fiel. In den Schwellenländern stieg der Umsatz indes um 10 %. Der operative Verlust konnte konzernweit derweil auf –5,46 (–7,82) Mrd. $ reduziert werden und auch unterm Strich reduzierte sich das Minus auf –5,46 (–7,82) Mrd. $, verharrte damit aber tief im roten Bereich. Die Rückgänge waren auf ein geringeres Volumen und einen ungünstigeren Produktmix zurückzuführen. Die Inflation in der Produktion und Logistik sowie höhere Werbeausgaben belasteten zusätzlich. Kraft Heinz hat die Preise in allen seinen Segmenten angehoben, um höhere Inputkosten auszugleichen. Dies betraf vor allem Kaffee und trinkfertige Getränke.

Das Unternehmen engte seine Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie für 2026 auf 2,03 bis 2,09 $ ein, nach zuvor 1,98 bis 2,10 $. Für den Nettoumsatz rechnet der Konzern nun mit einem Rückgang von 0,5 bis 2 %. Zuvor wurde ein Rückgang von 1,5 bis 3,5 % in Aussicht gestellt. Kraft Heinz erhöht zudem seine zusätzlichen Investitionen in das Geschäft in diesem Jahr um 100 Mio. $ auf insgesamt 700 Mio. $.

Kraft Heinz scheint beim Umbau voranzukommen – spekulativ kann man hier durchaus Stücke einsammeln; (A–).