Krupp-Stiftung drängt auf schnelle Sanierung

Die Krupp-Stiftung dringt auf eine schnelle Sanierung der angeschlagenen Stahlsparte des Thyssenkrupp-Konzerns. "Hier ist ganz klar Tempo angesagt", sagte die Chefin der Stiftung, Ursula Gather. Der Industriekonzern hatte zuletzt seinen Sparkurs beim Stahl verschärft und mit den Arbeitnehmervertretern über den laufenden Abbau von 3.000 Stellen hinaus die Streichung von weiteren 750 Jobs vereinbart. "Es ist Aufgabe des Vorstands, zu sagen, ob das reicht", so Gather. 
Die Krupp-Stiftung ist mit 21 % größter Aktionär des Konzerns. Nach der Absage des Verkaufs der Stahlsparte an die britische Liberty-Gruppe will Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz den historischen Kernbereich des Unternehmens "verselbstständigen". Die Stiftung könne sich vorstellen, sich dann sowohl am Konzern als auch am Stahlbereich zu beteiligen, sagte Gather. Frisches Geld will die Stiftung dafür aber nicht in die Hand nehmen. Wenn der Stahl nach dem Vorbild anderer Unternehmen abgespalten werde, "und die Aktien den Altaktionären, also auch uns, ins Depot gelegt würden, fließt kein Geld", soGather. Die Stiftung fördert Wissenschaft und Kultur und ist dazu auf die derzeit ausgesetzte Dividendenzahlung des Konzerns angewiesen. "Etwa zwei Jahre können wir ohne große Einschnitte noch durchstehen".

Bei Thyssenkrupp muss endlich und vor allem schnell etwas geschehen; (B). 

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