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Leichter Rückenwind von der Wall Street

14.000 Punkte im Visier

Der dt. Leitindex rutschte zu Handelsgeginn kurzzeitig auf 13.962 Punkte ab, konnte sich jedoch fangen und erholte sich erneut auf über 14.000 Zähler. Ein Grund für die bessere Stimmung dürften Aussagen des Vize-Präsidenten der Europäischen Zentralbank Luis de Guindos sein. Die EZB habe genügend Mittel, um jeden unerwünschten Anstieg der Anleiherenditen zu bekämpfen, teilte de Guindos mit. Wachsende Inflationssorgen hatten in der vergangenen Woche zu teils kräftigen Kursturbulenzen gesorgt. Rückenwind erhält der DAX von der Wall Street, wo die Leitindizes zum Wochenauftakt wieder deutlich ins Plus drehten. Der Dow Jones verzeichnete einen Kursanstieg von 2 % auf 31.535 Zähler. Der S&P 500 legte 2,4 % zu und der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich sogar um 3 % auf 13.588 Punkte.

Kräftig gen Norden ging es zeitweise für die Papiere des Videokonferenz-Anbieters Zoom. Der Konzern rechnet nach einem erfolgreichen vergangenen Geschäftsjahr auch für das laufende Jahr mit deutlichem Wachstum. So soll der Umsatz um mindestens 42 % zulegen, teilte das Unternehmen mit. Im zuletzt abgelaufenen Quartal sprang der Umsatz vauf 883 (188) Mio. $ an. 

Der Kochboxenversender Hellofresh ist dank hoher Produktnachfrage im Zuge der Lockdownmaßnahmen deutlich gewachsen. Der Umsatz konnte 2020 auf 3,75 Mrd. € mehr als verdoppelt werden. Unter dem Strich verzeichnete der Konzern einen Gewinnsprung von –7 Mio. € in 2019 auf 351 Mio. €!

Nach einem Umsatzrückgang von 5 % und einem bereinigten operativen Ergebnis von 547 (805) Mio. € im vergangenen Geschäftsjahr wird der Vorstand des Gabelstaplerherstellers Kion wieder zuversichtlicher. Der MDAX-Konzrn peilt für 2021 einen Umsatz zwischen 9,15 und 9,75 Mrd. € sowie ein Ergebnis in der BAndbreite von 720–800 Mio. € an. 

Der Autovermieter Sixt hat 2020 wie prognostiziert mit einem Verlust abgeschlossen. Dieser lag mit –81,5 Mio. € in der anvisierten Spanne von 70–95 Mio. €. Der Umsatz brach pandemiebedingt um 39 % ein. Einen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr traut sich der Konzern aufgrund der anhaltenden Reisebeschränkungen vorerst nicht zu.

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