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Lieferprobleme belasten Philips

Amsterdam – Der Medizintechnikkonzern kämpft weiter mit den weltweiten Lieferkettenproblemen. Hinzu kommen steigende finanzielle Belastungen durch einen Produktrückruf. Nach einem schwachen Schlussquartal kann das Unternehmen deshalb selbst seine zuletzt gesenkte Jahresprognose nicht mehr erfüllen und kappte diese erneut. So deutet sich für das Gesamtjahr 2021 nun ein Umsatz von 17,2 Mrd. € an, dies entspricht einem Minus von 1 %. Zuletzt hatte das Management für den Jahreserlös ohne die Effekte von Übernahmen oder Wechselkursveränderungen noch einen Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Die operative Marge soll auf 12 % zurückgehen, nach 13,2 % im Vorjahr.

Philips registriert zwar weiterhin eine hohe Nachfrage, die in einem Auftragsbestandsrekord resultierte, „dennoch sahen wir uns in allen unseren Geschäftsbereichen mit erheblich verschärften Problemen in der globalen Lieferkette konfrontiert“, so Konzernchef Franz van Houten. Während der Auftragseingang laut Unternehmen im 4. Quartal mit 4 % Zuwachs robust blieb, dürfte den vorläufigen Berechnungen zufolge der Erlös im Schlussquartal bei rd. 4,9 Mrd. € liegen. Auf vergleichbarer Basis ergibt dies einen Rückgang von gut 10 %.   

Die endgültigen Zahlen für das vergangene Jahr will Philips am 24. Januar veröffentlichen. Dann werde es auch Aussagen zum Jahr 2022 geben, sagte van Houten. Der Manager griff aber schon ein wenig vor und erklärte, dass er auf gewisse Nachholeffekte in den kommenden Quartalen hofft.

Philips muss aktuell einen deutlichen Kursrückgang verkraften. Allerdings bleiben die langfristigen Aussichten weiterhin vielversprechend. Daher bleibt man hier vorerst dabei; (B+).

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