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Negativmeldungen reißen bei Sanofi nicht ab

Paris – Die negativen Schlagzeilen reißen beim französischen Pharmahersteller nicht ab. Der Konzern hat jüngst die Entwicklung des Brustkrebsmedikaments Amcenestrant in einer späten Studienphase beendet. Als Grund führten die Franzosen die Ergebnisse einer Zwischenanalyse zur laufenden Phase-3-Studie Ameera-5 an, bei der das Mittel zur Behandlung von metastasierendem Brustkrebs geprüft wurde. Ein unabhängiger Überwachungsausschuss sei zu dem Schluss gekommen, dass das Medikament die Anforderungen für eine Fortsetzung der Studie nicht erfülle und empfiehlt einen Abbruch. Zudem sollen auch alle anderen Studien mit dem Medikament, u.a. bei Brustkrebs im Frühstadium, gestoppt werden. Zuletzt belasteten zudem neue Sorgen für eine mögliche Haftung in zweistelliger Milliardenhöhe aufgrund von Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit dem ehemaligen Blockbuster-Medikament Zantac. Das Mittel war einst ein beliebtes Medikament zur Unterdrückung der Magensäureproduktion bei Sodbrennen. In den USA behaupten Kläger schon eine Weile, dass das Mittel bei ihnen angeblich Krebs verursacht hat. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es jedoch auch hier: Ersten Gerüchten zufolge soll die erste Schadensersatzklage in den USA wieder revidiert werden. Weitere Informationen lagen bislang indes noch nicht vor.

Vor Sanofi dürften noch einige turbulente Monate liegen. Nicht zuletzt die Rückstellungen, die die Franzosen nun bilden müssen, dürften den Kurs weiter belasten. Anleger brauchen hier  mehr als starke Nerven; (B).