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Nestlé-Rückruf weitet sich aus

Zürich – Der Rückruf von Säuglingsnahrung des Lebensmittelkonzerns Nestlé weitet sich über Europa hinaus auf Afrika, Amerika und Asien aus. Mindestens 37 Länder seien betroffen, darunter Brasilien, China und Südafrika, wie es von Nestlé und nationalen Lebensmittelbehörden hervorging. Betroffen seien bestimmte Chargen der Produkte SMA, Beba, NAN und Alfamino. Grund ist eine mögliche Verunreinigung mit Cereulid, einem Giftstoff, der Übelkeit und Erbrechen verursachen kann. Bestätigte Krankheitsfälle im Zusammenhang mit den Chargen gibt es bislang nicht.

Nestlé hatte mitgeteilt, nach einem Qualitätsproblem bei einem führenden Zulieferer alle bei der Herstellung verwendeten Öle getestet zu haben. Nun werde die Produktion hochgefahren und auf alternative Lieferanten für das Öl zurückgegriffen, um die Versorgung aufrechtzuerhalten. Österreichs Gesundheitsministerium sprach vom größten Rückruf in der Geschichte von Nestlé. Demnach seien mehr als 800 Produkte aus über zehn Fabriken betroffen. Ein Nestlé-Sprecher konnte dies nicht bestätigen.

Angesichts der aktuellen Meldungen gibt die Nestlé-Aktie derzeit deutlich nach. Aktionäre bleiben hier in Hab-Acht-Stellung!; (B+).