Langsam aber sich er nimmt die Berichtssaison hierzulande Fahrt auf. Auch zuletzt haben einige Unternehmen aus der 2. und 3. Reihe ihre Bücher geöffnet und mindestens vorläufige Ergebnisse präsentiert. Dabei gab es auch die eine oder andere Überraschung.
Schloss Wachenheim spürt Erholung; (A–):
Im 1. Halbjahr per Ende Dezember setzte der Getränkehersteller dank einer gestiegenen Nachfrage in einigen Regionen mit 261,2 (256,4) Mio. € mehr um. Das Ebit kletterte auf 27,1 (25,8) Mio. €. Unterm Strich stand ein Gewinn von 19,1 (17,5) Mio. €. Auf Jahressicht sollen die Erlöse um 3 bis 6 % (2024/25: 447,4 Mio. €) zulegen. Das Ebit soll sich in der Bandbreite von 30,0 bis 33,0 (27,2) Mio. € und der Jahresüberschuss bei 18,0 bis 21,0 (16,2) Mio. € einfinden.
Hella meldet Licht und Schatten; (B+):
Dank einer stabilen Entwicklung im Elektronikgeschäft hielt sich der Umsatz des zum französischen Autozulieferer Forvia gehörenden Unternehms in 2025 vorl. Berechnungen zufolge mit 8,0 (8,1) Mrd. € stabil. Das operative Ergebnis verbesserte sich auf 474 (446) Mio. € (Bericht: 19. März). Für 2026 werden währungsbereinigte Erlöse von 7,4 bis 7,9 Mrd. € erwartet. Die operative Marge wird zwischen 5,4 und 6,0 (6,0) % anvisiert.
Serviceware schafft erstmals Gewinn; (B+):
Ersten Zahlen zufolge legte der Umsatz des Spezialsoftware-Anbieters im Geschäftsjahr 2024/25 (per Ende November) um 11,7 % auf 115,3 Mio. € zu (Bericht: 27. März). Das Ebitda fuhr auf 5,1 (3,1) Mio. € vor. Nach Steuern schaffte das Unternehmen mit 1,8 (–0,07) Mio. € den Turnaround. Für 2025/26 wird mit einem Erlöseplus zwischen 5 und 15 % gerechnet.
Hamborner Reit passt Portfolio an; (B):
Vor dem Hintergrund der anhaltenden strukturellen Veränderungen im Büromarkt will sich das Immobilienunternehmen in Zukunft vor allem auf Einzelhandelsimmobilien im Bereich der Nahversorgung sowie Baumärkte fokussieren. Zudem hat der Konzern eine Prognose für das angelaufene Jahr ausgegeben: Die Miet- und Pachterlöse sollen zwischen 87,5 und 89,5 (Ausblick 2025: 89,5–90,5) Mio. € landen. Das FFO wird in einer Bandbreite von 38,0 bis 42,0 (2025e: 44,0–46,0) Mio. € erwartet. Für den 22. April ist das vollständige, testierte Zahlenwerk angekündigt.
Viscom sieht weiter rot; (B):
Wertberichtigungen haben den Umsatz des Inspektionsspezialisten in 2025 vorläufigen Zahlen zu Folge auf 81,7 (84,1) Mio. € gedrückt (Bericht: 31. März). Immerhin wurde damit die Prognosespanne von 80,0 bis 90,0 Mio. € erreicht. Das Ebit verharrte mit –1,8 (–11,8) Mio. € im roten Bereich. Hier hatte der Vorstand 1,6 bis 4,5 Mio. € anvisiert. Für 2026 werden Erlöse von 80 bis 90 Mio. € und ein Ebit zwischen 1,6 und 4,5 Mio. € erwartet.
Takkt setzt Dividende aus; (B):
Auf Basis ungeprüfter Zahlen musste der Büromöbelhändler in 2025 einen Umsatzrückgang von 8,4 % auf 964,3 Mio. € verbuchen. Das Ebitda brach dabei auf 19,8 (55,7) Mio. € ein (Zahlenwerk: 26. März). Da mit Investitionen das Geschäftsmodell gestärkt werden soll, müssen sich die Aktionäre auf einen Dividendenausfall einstellen (Vj.: 0,60 €).
SFC Energy setzt auf 2026; (A–):
Verschiebungen von Aufträgen im Verteidigungsbereich in Indien und eine schwache Nachfrage in Nordamerika haben dem Brennstoffzellen-Anbieter in 2025 ersten Berechnungen zufolge einen Umsatzrückgang auf 143,3 (144,8) Mio. € eingebrockt (Bericht: 26. März). Das bereinigte Ebitda verlor auf 16,7 (22,0) Mio. €. In 2026 rechnet der Vorstand mit Erlösen von 150 bis 160 Mio. €. Das bereinigte Ebitda soll dann zwischen 20 und 24 Mio. € landen.
Leifheit spürt Kaufzurückhaltung; (B+):
Der Haushaltswarenhersteller bekam auch auf Jahressicht das insgesamt schwache Konsumklima zu spüren. Der vorläufige Umsatz für 2025 landete bei 232,6 (259,2) Mio. €. Das Ebit gab leicht auf 10,0 (12,1) Mio. € nach. Gemeinsam mit dem Bericht wird für den 31. März ein Ausblick auf das laufende Jahr erwartet.
ElringKlinger Transforma-tion läuft; (A–):
Am 26. März stellt der Autozulieferer sein finales Zahlenwerk sowie eine Prognose für 2026 vor – erste Ergebnisse liegen jedoch bereits vor. Demnach setzte das Unternehmen in 2025 1,64 (1,80) Mrd. € um. Hier belasteten allerdings negative Währungseffekte sowie M&A-Effekte aus Veräußerungen. Diese herausgerechnet erreichte ElringKlinger ein Erlöseplus von 2,1 %. Das bereinigte Ebit verbesserte sich auf 88,6 (87,6) Mio. €.
Indus Holding erfüllt Prognose; (B+):
Vorläufigen Berechnungen zufolge hat die Beteiligungsholding 2025 im Rahmen der Erwartungen abgeschlossen. Bei Erlösen von 1,74 (1,72) Mrd. € gab das bereinigte Ebita leicht auf 147,8 (153,7) Mio. € nach (Bericht: 24. März). Das Management hatte beim Umsatz 1,70 bis 1,85 Mrd. € und beim bereinigten Ebita 130 bis 165 Mio. € in Aussicht gestellt.