chemielabor.jpg
@GettyImages

Neues von der Heimatbörse

Während in den USA die Berichtssaison für das 1. Quartal bereits Fahrt aufnimmt, haben hierzulande ich einige Unternehmen ihre Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentiert. Die eine oder andere Gesellschaft hat allerdings auch schon vorläufig Eckdaten für die ersten 3 Monate vorgestellt. 

Wacker Chemie passt Ausblick an; (B+):

Vorzieheffekte aufgrund der Situation im Nahen Osten lassen das Spezialchemieunternehmen zuversichtlicher auf das Gesamtjahr blicken. Im 1. Quartal dürfte der Umsatz bei 1,41 (1,48) Mrd. € landen, während 1,35 Mrd. € anvisiert wurden. Auch das Ebitda dürfte mit 173,0 (127,1) Mio. € über den erwarteten 140 bis 160 Mio. € landen (Q1-Bericht: 29. April). Auf Jahressicht wird weiterhin mit einem Ebitda in der Spanne von 550 bis 700 (Vj.: 427) Mio. € gerechnet. Beim Umsatz wird nun jedoch ein Wachstum im hohen einstelligen %-Bereich (Vj.: 5,5 Mrd. €) anvisiert.  

FamiCord trotzt unsicherem Umfeld; (B+):

Die führende Zellbank Europas (vormals Vita34) hat ersten Berechnungen zufolge im Geschäftsjahr 2025 mit 88,2 (82,2) Mio. € mehr umgesetzt. Das Ebitda kletterte, trotz einer verhaltenen Nachfrage, auf 10,5 (8,8) Mio. € (Bericht: 30. April). Für 2026 rechnet der Vorstand derweil mit Erlösen zwischen 80 und 90 Mio. €. Das Ebitda wird in einer Spanne von 9 bis 11 Mio. € in Aussicht gestellt.

DataModul liefert vorl. Q1-Ergebnisse; (B):

Zwar veröffentlicht der Anbieter elektronischer Systeme erst am 11. Mai seine Ergebnisse für die ersten 3 Monate, es ist jedoch schon klar, dass der Auftragseingang um 5 % auf 54,9 Mio. € zulegte. Der Umsatz sank Unternehmensangaben zufolge dennoch um 4 % auf 52,3 Mio. €. Das Ebit schaffte mit 0,3 (–1,9) Mio. € indes den Turnaround.       

SNP Schneider-Neureither startet positiv; (C):

Das übernommene IT-Unternehmen hat ersten Berechnungen zufolge dank eines Anstiegs des Auftragseingangs auf 87,0 (75,4) Mio. € den Umsatz auf 79,0 (66,5) Mio. € gesteigert (Bericht: 7. Mai). Das Ebit fuhr dabei auf 15,0 (7,9) Mio. € vor. Für 2026 rechnet der Vorstand weiterhin mit einem Erlöseanstieg im mittleren bis hohen einstelligen %-Bereich, nach 296,8 Mio. € in 2025. Das Ebit soll dabei im niedrigen zweistelligen %-Bereich ansteigen. Hier hatte das Unternehmen in 2025 47,4 Mio. € verdient.

Surteco Group meldet Zahlenflut; (B+):

Der Spezialist für Oberflächentechnologie setzte im Geschäftsjahr 2025 mit 821,2 (856,6) Mio. € etwas weniger um. Das bereinigte Ebitda sank auf 80,2 (95,3) Mio. €. Unter anderem negative Währungseffekte sorgten unterm Strich für einen Konzernfehlbetrag in Höhe von –14,3 (8,4) 
Mio. €. Für 2026 stellt der Vorstand Erlöse von 780 bis 830 Mio. € in Aussicht. Das bereinigte Ebitda soll sich derweil zwischen 70 und 90 Mio. € einfinden. Ersten Berechnungen zufolge startete das Unternehmen zudem verhalten ins Geschäftsjahr. Während der Umsatz auf 208,4 (222,3) Mio. € nachgab, hielt sich das bereinigte Ebitda mit 26,7 Mio. € auf Vorjahresniveau. Der vollständige Q1-Bericht ist für den 30. April angekündigt.   

Mensch und Maschine startet mit Rekorden; (A–):

Das Software- und IT-Unternehmen MuM ist mit einem Umsatzanstieg auf 71,6 (66,0) Mio. € ins Jahr gestartet. Das Ebit erklomm mit 18,3 (16,1) 
Mio. € einen neuen Höchststand. Wachstumstreiber waren ein solides Softwaregeschäft und eine moderate Kostenentwicklung. Nach Anteilen Dritter fuhr der Nettogewinn auf 11,9 (10,5) Mio. € vor. Das Management hat die Jahresziele nochmals bestätigt. Das Ebit soll in 2026 auf 54,5 bis 58,5 Mio. € klettern, nach 49,1 Mio. € in 2025.